„Ich freue mich – aber ehrlich gesagt: Ich war zunächst fast beschämt. Im ersten Moment dachte ich sogar, das muss ein Irrtum sein“, erzählt Barbara Kaltenbacher. Am 21. November wird die Mathematikerin mit dem Kärntner Kulturpreis ausgezeichnet, der heuer im Bereich Naturwissenschaften/technische Wissenschaften vergeben wird. „Ich vermute, der Preis geht zum guten Teil an die Mathematik als einer der ältesten Kulturtechniken. Schließlich wird die Mathematik seit Jahrtausenden betrieben“, so die 56-Jährige. Und immerhin gibt es auch in der Mathematik „einen ästhetischen Anspruch“, so Kaltenbacher: „Wir reden oft davon, dass etwas ein eleganter Beweis ist oder eine schöne Struktur hat“, erzählt sie. Und ergänzt lachend: „Wir geben uns aber auch damit zufrieden, wenn der Beweis einfach funktioniert, selbst wenn er vielleicht hässlich ist.“
Barbara Kaltenbacher
Diese Mathematikerin wird mit dem Kärntner Kulturpreis ausgezeichnet
Porträt.
Die Mathematikerin Barbara Kaltenbacher bekommt den mit 20.000 Euro dotierten Kulturpreis in der Kategorie Naturwissenschaften/technische Wissenschaften.
© Thomas Hude