„Der Körper in Berlin, das Herz in Wien“: So stellte sich Claus Peymann seine letzte Ruhe vor, wie er einmal in einem Interview mit der Kleinen Zeitung mit breitem Schmunzeln im Gesicht erzählte: „Nichts wird in Wien mehr gefeiert als der Tod, die Beerdigung. Andererseits versammelt sich die deutsche Geisteselite nach ihrem Tod auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin: Bertolt Brecht, die Wienerin Helene Weigel, Bernhard Minetti. Man sagt: Um Mitternacht tanzt die deutsche Intelligenz dort den Totentanz – das lasse ich mir doch nicht entgehen!“ Nun ist der berühmte und gerne auch ein bisschen berüchtigte Regisseur und Intendant, der Theater immer auch als politischen Ort verstanden hat, kurz nach seinem 88. Geburtstag in Berlin gestorben.
Claus Peymann, 1937-2025
Sein „Wiener Herz“ schlägt nicht mehr
Der legendäre Regisseur und Intendant Claus Peymann ist 88-jährig in Berlin gestorben. Von 1986 bis 1999 war der deutsche Theatermacher Direktor des Wiener Burgtheaters.
© IMAGO