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Premiere in Wiener Staatsoper Shootingstar Pretty Yende: "Von der Traviata kann man lernen"

Die Wiener Staatsoper zeigt ihre nächste Premiere ohne Publikum. Nur auf ORF III (20.15 Uhr) ist man dabei, wenn Verdis "La Traviata" auf die Bühne gebracht wird. Die Titelrolle singt Shootingstar Pretty Yende. Ein Interview über leere Säle und das Schöne am Menschsein.

Wir spielen fuer Oesterreich
Sopranistin Pretty Yende ist heute in "La Traviata" zu erleben. © ORF
 

Frau Yende, sie werden diese Premiere vor einem leeren Publikumssaal singen. Wie geht es Ihnen damit?
PRETTY YENDE: Ich fühle mich so, als hätte ich meine Mitte verloren, ich vermisse meinen Anker! Das Publikum ist mein Anker, und der Austausch während der Aufführung macht unseren Beruf so besonders. Das Theater ist ein spezieller Ort, wo man gemeinsam mit anderen auf eine Reise ins Ungewisse geht. Wenn es kein Publikum gibt, bin ich nicht geerdet, meine Emotionen gehen in einen leeren Raum. Aber: Als darstellende Künstlerin ist man es gewohnt, mit neuen Situationen umzugehen und ich bin außerordentlich glücklich, überhaupt die Möglichkeit zu haben, Musik zu machen. Man muss Freude haben und einfach daran denken, dass zwar niemand da ist, aber Tausende Leute an den Schirmen in ihren Wohnzimmern sitzen und diese Energie empfangen können.

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