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Musikverein Graz"Musik und Gesundheit Raum geben" lautet der Selbstauftrag

Der Musikverein für Steiermark will alle seine 21 im Frühjahr ausgefallenen Projekte nachholen, setzt für seine kommende Saison auf ein Gesundheitskonzept für Künstler und Mitglieder und weicht mit großen Orchesterkonzerten eventuell in die Stadthalle aus.

Die lettische Mezzosopranistin Elīna Garanča gibt am 8. November einen Liederabend im Musikverein © Oskar Höher
 

Die Konzertaktivitäten des Musikvereins für Steiermark liegen coronabedingt seit März lahm. Was natürlich nicht heißt, dass man inaktiv war und ist, im Gegenteil. Die neue Saison muss natürlich wie anderswo auch unter den erschwerten Bedingungen und Unabwägbarkeiten noch besser als sonst geplant sein. „Der Musik und der Gesundheit Raum geben“: So lautet der Selbstauftrag des seit 1815 bestehenden Vereins für die Zukunft. „Wir arbeiten intensiv an einem Gesundheitskonzept für die Künstler und unsere Mitglieder“, sagt Michael Nemeth, und das solle in jedem Fall den ganzen Herbst über halten, weil man ja nicht wisse, wann und wie sich die Sicherheitsvorgaben der Regierung ändern.

Mit kleinen Kammerkonzerten werde man, um die Abstandsregeln einhalten zu können, in den Stefaniensaal übersiedeln, verrät der Intendant. Und für die großen Orchesterkonzerte und Sonderkonzerte sei es notwendig, die Stadthalle in die Überlegungen mit einzubeziehen, auch wenn die Akustik dort für klassische Musik leider nicht ideal sei.

„Unsere Option 2 ist es, gewisse Programme für kürzere Konzerte zu adaptieren und diese mehrfach und ohne Pause in unserem angestammten Saal zu bieten“, sagt Nemeth. Und für Option 3, falls internationale Künstler noch länger nicht anreisen können, habe man schon viele österreichische Musikerinnen und Musiker kontaktiert, die Bereitschaft gezeigt haben, im Ernstfall einzuspringen.

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