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Film der Woche"Persischstunden": Wie Fake-Sprache den Opfern einen Namen gibt

Im eindringlichen Drama „Persischstunden“ lehrt ein falscher Perser einem SS-Führer Fake-Farsi – und erinnert so an die Nazi-Verbrechen. Lars Eidinger und Nahuel Perez Biscayart glänzen.

Eine schauspielerische Entdeckung: Nahuel Perez Biscayart als belgischer Jude, der sich als Perser ausgibt © Alamode
 

Auf der Ladefläche eines Lastwagens tauscht der jüdische Belgier Gilles (Nahuel Perez Biscayart) zwischen zusammengekauerten Menschen noch ein halbes Baguette gegen ein Buch über persische Mythen.
An einer Waldlichtung angekommen, rettet ihm dieses Buch das Leben. Denn während alle anderen von SS-Leuten aus dem Lkw gezerrt und erschossen werden, wird Gilles, der fortan Reza genannt wird, dem Hauptsturmführer Koch (Lars Eidinger) vorgeführt. Dieser hat demjenigen, der ihm einen Perser bringt, zehn Dosen Fleisch versprochen. Koch möchte Farsi lernen und nach dem Krieg wie sein Bruder nach Teheran auswandern und dort ein Restaurant eröffnen.

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