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InterviewHaifaa Al Mansour: „Kultur treibt Menschen an, offener zu sein“

Sie gilt als erste Filmemacherin Saudi-Arabiens: In „Die perfekte Kandidatin“ erzählt Haifaa Al Mansour von einer jungen Frau, die sich um ein politisches Amt bewirbt. Ab 19. Juni im Kino.

Haifaa Al Mansours neuer Film "Die perfekte Kandidatin" ist ab 19. Juni wieder im Kino zu sehen © APA/EPA/FRANCK ROBICHON
 

Nur drei Tage lief ihr neuer Film „Die perfekte Kandidatin“ in den heimischen Kinos. Dann kam der Lockdown. Am Freitag feiert das Polit-Drama sein Leinwand-Comeback. Wir trafen die saudi-arabische Filmemacherin Haifaa Al Mansour noch am 2. März in Berlin zum Interview. Damals meldete die deutsche Hauptstadt ihren ersten Covid-19-Fall.
Ihr Debüt „Das Mädchen Wadjda“ gilt als erster Film, der zur Gänze in Saudi-Arabien gedreht wurde. Sie erzählten darin von einem Mädchen, dessen sehnlichster Wunsch es ist, Fahrrad zu fahren. Das war damals nicht erlaubt. Jetzt schon. Welchen Anteil hat der Film daran?
HAIFAA AL MANSOUR: Jetzt dürfen Frauen sogar Auto fahren und einen Pass haben. Der Film war damals in den Nachrichten und es gab Diskussionen über die Freiheit von Frauen. Er hat das Bewusstsein für eine Veränderung genährt. Ich denke nicht, dass ein Film die Welt verändern kann. Aber ich glaube fest daran, dass Filme imstande sein können, die Herzen und Gedanken der Menschen für neue Perspektiven zu öffnen und auf entspannte, humorvolle Weise einen Dialog in Gang zu setzen. Kultur treibt Menschen an, fortschrittlicher und offener zu sein und die Bedürfnisse anderer besser zu verstehen.

Kommentare (1)

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Plantago
6
0
Lesenswert?

Ist es ein Fortschritt,

wenn Kannibalen anfangen mit Messer und Gabel zu essen?