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Oscar 2019 "Green Book" ist der große Gewinner der 91. Oscar-Verleihung

Das Rassismus-Roadmovie "Green Book" von Peter Farrelly wurde bei der 91. Oscar-Verleihung im Dolby Theatre von Hollywood zum besten Film des Jahres gekürt. Kein "totaler Sieg" für Roma.

Peter Farrelly freut sich über den Oscar
"Was für eine Ehre", freute sich Peter Farrelly über den Goldbuben für den besten Film: "Green Book" © APA/AFP/A.M.P.A.S/MATT PETIT
 

Am Ende gab es dann doch einen Überraschungssieger: Das Rassismus-Roadmovie "Green Book" von Peter Farrelly wurde bei der 91. Oscar-Verleihung im Dolby Theatre von Hollywood zum besten Film des Jahres gekürt. Damit komplettierte das in den Südstaaten der 1960er-Jahre spielende Werk ein heuer breites Preisträgerfeld bei der Glamourgala der Filmindustrie.

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Drei Oscars für "Green Book"

So konnte "Green Book" neben der Königskategorie noch zwei weitere Trophäen auf sich vereinen: Die für das beste Originaldrehbuch und die Nebendarstellerkrone an Mahershala Ali als schwarzer Jazzpianist, der mit seinem italostämmigen Chauffeur im US-Süden auf Tournee geht.

91. Oscars: Die Gewinner

Beste Hauptdarstellerin: 'The Favourite' Olivia Colman

Beste Hauptdarstellerin: 'The Favourite' Olivia Colman 

(c) Jordan Strauss/Invision/AP (Jordan Strauss)

US-OSCARS-SHOW

Bester Hauptdarsteller: Rami Malek

(c) APA/AFP/VALERIE MACON (VALERIE MACON)

Bester Nebendarsteller: 'Green Book' - Mahershala Ali

(c) Jordan Strauss/Invision/AP (Jordan Strauss)

Beste Nebendarstellerin: Regina King ('If Beale Street Could Talk')

(c) APA/AFP/FREDERIC J. BROWN (FREDERIC J. BROWN)

Bestes adaptiertes Drehbuch: 'BlacKkKlansman' Spike Lee

(c) Jordan Strauss/Invision/AP (Jordan Strauss)

Spike Lee mit dem besten Nebendarsteller: 'Green Book' - Mahershala Ali

(c) Jordan Strauss/Invision/AP (Jordan Strauss)

Olivia Colman

(c) APA/AFP/FREDERIC J. BROWN (FREDERIC J. BROWN)

Bester Regie, bester fremdsprachiger Film und beste Kamera: 'Roma' - Alfonso Cuaron

(c) Jordan Strauss/Invision/AP (Jordan Strauss)

Alfonso Cuaron

(c) Jordan Strauss/Invision/AP (Jordan Strauss)

Beste Filmmusik: 'Black Panther' - Ludwig Goransson

(c) Jordan Strauss/Invision/AP (Jordan Strauss)

Ludwig Goransson

(c) Jordan Strauss/Invision/AP (Jordan Strauss)

Beste Hauptdarstellerin: Olivia Colman ( 'The Favourite') beste Nebendarstellerin: Regina King ( 'If Beale Street Could Talk') und bester Nebendarsteller: Mahershala Ali ( 'Green Book)

(c) APA/AFP/FREDERIC J. BROWN (FREDERIC J. BROWN)

Alfonso Cuaron (Roma - 3 Auszeichnungen) mit Angela Bassett (L) and Schauspieler Javier Bardem(R)

(c) APA/AFP/A.M.P.A.S/MATT PETIT (MATT PETIT)

Barry Jenkins umarmt Regina King

(c) Chris Pizzello/Invision/AP (Chris Pizzello)

Regina King

(c) APA/AFP/A.M.P.A.S/MATT PETIT (MATT PETIT)

Bester Schnitt: 'Bohemian Rhapsody' John Ottman

(c) APA/AFP/FREDERIC J. BROWN (FREDERIC J. BROWN)

Wie King kämpfte später auch Lady Gaga mit den Tränen. Die Popsängerin hat sich mit ihrer Leistung in "A Star is Born" nicht nur eine Nominierung als beste Hauptdarstellerin erkämpft, sondern konnte schlussendlich einen Goldbuben für den besten Song ("Shallow") mitnehmen.

APA/AFP/FREDERIC J. BROWN
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Drei Oscars für "Roma"

Auf ebenfalls drei Auszeichnungen kam am Ende das im Vorfeld hoch gehandelte Schwarz-Weiß-Drama "Roma" des Mexikaners Alfonso Cuaron, der mit zehn Nominierungen gemeinsam mit dem Historienfilm "The Favourite" als Spitzenreiter ins Rennen gegangen war.

Alfonso Cuaron hat gleich seine erste Chance genutzt: Der mexikanische Regisseur, dessen Schwarz-Weiß-Drama mit zehn Nominierungen als Favorit in die 91. Oscar-Gala gegangen ist, wurde in Nacht auf Montag mit dem Preis für die Beste Kamera ausgezeichnet. "Was für eine Ehre", freute sich Cuaron über den Goldbuben, und dankte in einer knappen Rede seinem ganzen Team. Kurz darauf durfte Cuaron für "Roma" auch den Oscar für den Besten fremdsprachigen Film entgegennehmen. Schließlich gewann er mit dem Regiepreis auch einen der prestigeträchtigsten Oscars.

Beste Hauptdarstellerin

Yorgos Lanthimos' "The Favourite" indes konnte nur eine seiner zehn Nominierungen in einen Oscar ummünzen: Olivia Colman schlug mit ihrer Leistung als desolate Queen Anne Ko-Favoritin Glenn Close aus dem Feld, die nun bereits sieben erfolglose Oscar-Nominierungen am Konto hat. "Das ist wirklich im wahrsten Sinne eine stressige Situation", so Colman auf der Bühne.

 

Sowohl "Roma" von Alfonso Cuaron als auch "The Favourite" von Yorgos Lanthimos waren je zehn Mal nominiert. Bisher blieb es aber bei zwei Auszeichnungen für "Roma" und einer für "The Favourite".

Bester Hauptdarsteller

 An die Spitze der Gewinner setzte sich indes mit der Freddie-Mercury-Biografie "Bohemian Rhapsody" eine ungleich breitenwirksamere Produktion. Neben drei Ehrungen in den Ton- und Schnittkategorien gab es auch für Hauptdarsteller Rami Malek den begehrten Goldbuben.   "Oh, mein Gott." Der US-amerikanische Schauspieler Rami Malek war selbst überwältigt. "Ich war vielleicht nicht die naheliegendste Wahl, aber es hat offenbar funktioniert", meinte der 37-Jährige in Richtung der Produzenten.

 

Und nicht zuletzt reihte sich das ebenfalls an den Kinokassen reüssierte schwarze Actionspektakel "Black Panther" mit drei Oscars für Kostüme, Soundtrack und Szenenbild in die Liste der Mehrfachgewinner ein.

Die Abräumer 2019

  • "BOHEMIAN RHAPSODY": 4 Oscars, Bester Hauptdarsteller (Rami Malek) , Bester Schnitt, Bester Tonschnitt, Beste Tonmischung
  • "ROMA": 3 Oscars,  Beste Regie (Alfonso Cuaron), Beste Kamera (Alfonso Cuaron), Bester fremdsprachiger Film
  • "GREEN BOOK": 3 Oscars, Bester Film, Bestes Originaldrehbuch, Bester Nebendarsteller (Mahershala Ali)
  • "BLACK PANTHER": 3 Oscars, Bestes Szenenbild, Beste Musik, Bestes Kostümdesign

Adaptiertes Drehbuch

Ebenfalls ein afroamerikanisches Thema dominierte die Auszeichnung für das adaptierte Drehbuch, das an Spike Lees Politsatire "BlacKkKlansman" ging. Der kampfeslustige 61-Jährige erinnerte in seiner Dankesrede daran, dass seine Ethnie vor 400 Jahren aus Mutter Afrika entführt worden sei und dankte seiner Großmutter, die noch Tochter von Sklaven gewesen sei und ihn dennoch durchs College gebracht habe. Lee beendete seine Rede mit einem Appell: "Die 2020 Präsidentenwahl steht vor der Tür", so Lee: "Trefft die moralische Wahl zwischen Hass und Liebe."

Die Oscar-Verlierer: Schon wieder leer ausgegangen

Glenn Glose

Die Charaktermimin war insgesamt schon sieben Mal für einen Oscar nominiert. Aber: In 30 Jahren holte Glenn Glose noch keinen Goldritter nach Hause - leider auch nicht für ihr furioses Spiel in "Die Frau des Nobelpreisträgers".

 

Amy Adams

Ihre Nicht-Nominierung für "Arrival" sorgte 2016 für ein kleines  Skandälchen. Es ist nicht das erste Mal, das die Academy ihre Leistungen verschmäht. Bereits sechs Mal war sie für einen der Goldbuben nominiert - auch für "Vice" hat sie ihn nicht bekommen.

Vianney Le Caer/Invision/AP

Ein bisschen gemein ist es schon: Ryan Gosling ist einer der begnadetsten Mimen Hollywoods und dennoch ist er, was die großen Preise angeht, jungfräulich ungeehrt.

APA/AFP/VALERIE MACON

Michelle Williams wird traurig sein. Vier Mal war sie bereits für einen Oscar nominiert. Und immer gab es am Ende die gleiche Antwort: Leider nein!

APA/AFP/ANGELA WEISS

Edward Norton

Trotz einprägendster Rollen ging Edward Norton bei den Oscars bislang immer leer aus: 1999 war er als bester Hauptdarsteller für "American History X" und zwei Mal als bester Nebendarsteller für "Zwielicht" (1997) sowie "Birdman" (2015) nominiert.

 

APA/EPA/ETTORE FERRARI

Annette Bening

Vier Mal war die Mimin bereits für einen der Goldbuben nominiert. Aber weder für "Grifters", "American Beauty", "Being Julia" oder "The Kids Are All Right" wurde sie ausgezeichnet.

EPA

Johnny Depp

Eigentlich auch unglaublich: Dreimal war Johnny Depp bereits als bester Hauptdarsteller nominiert für "Fluch der Karibik", "Wenn Träume fliegen lernen" und "Sweeney Todd" - und jedes Mal wurde er mit leeren Händen von der Oscar-Gala nach Hause geschickt.

APA/AFP/VALERIE MACON

Joaquin Phoenix

Drei Mal war Joaquin Phoenix bereits für einen der begehrten Trophäen nominiert: einmal für die beste Nebenrolle, zweimal für die beste Hauptrolle ("Walk the Line", "The Master"). Auf seinen ersten Oscar muss der Charaktermime wohl noch warten.

EPA

Brad Pitt

Brad Pitt wurde bereits drei Mal für einen Oscar nominiert. Eine eigene Trophäe blieb ihm zwar verwehrt, 2014 konnte er sich immerhin als Mitproduzent des Dramas "12 Years a Slave" über einen Goldbuben freuen.

Joel Ryan/Invision/AP
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Beste Nebendarstellerin

Der erste Oscar des Abends für die Beste Nebendarstellerin ging an Regina King. Die 48-jährige Afro-Amerikanerin gewann die begehrte Trophäe für ihre Rolle in dem Drama "If Beale Street Could Talk" von Barry Jenkins. Darin spielt sie eine Mutter, die ihre schwangere Tochter mit aller Entschlossenheit unterstützt, und alles dafür tut, deren unschuldig im Gefängnis sitzenden Verlobten wieder frei zu bekommen.

Männlicher Nebendarsteller

Bei den männlichen Nebendarstellern konnte sich wie erwartet Mahershala Ali für seine Leistung als schwarzer Jazzmusiker auf Südstaatentour in "Green Book" durchsetzen. "Ich möchte das meiner Großmutter widmen", die ihm beigebracht habe, positiv zu denken und den Glauben vermittelt habe, alles erreichen zu können, wenn er hart daran arbeite.

Gefreut hat sich dann Ruth Carter über die Auszeichnung für "Black Panther". "Wow, ich habe ihn", sagte sie mit dem Oscar in Händen. "Das hat lange gedauert", verwies sie auf ihre bisherigen Nominierungen und dankte neben ihrem Filmteam auch Regisseur Spike Lee, mit dem sie für "Malcom X" zusammengearbeitet hat. Sie betonte auch, wie wichtig es ist, Frauen auf der Leinwand zu zeigen - "und zwar, wie sie aussehen und wie sie führen können".

"Bohemian Rhapsody"

"Bohemian Rhapsody" konnte bei Tonschnitt und -Mischung sowie im Schnitt bereits drei seiner fünf Nominierungen realisieren. Auch der afroamerikanische Superheldenfilm "Black Panther" hat bereits drei Oscars abgeräumt: Für Szenenbild, Kostüme und Soundtrack. Der achtfach nominierte Musikfilm "A Star is Born" von Bradley Cooper, der bis dato keine Statuette für sich reklamieren konnte, erhielt schließlich beim besten Song für die von Lady Gaga gemeinsam mit Cooper auch live performte Nummer "Shallow" die Auszeichnung.

Wie King kämpfte später auch Lady Gaga mit den Tränen. Die Popsängerin hat sich mit ihrer Leistung in "A Star is Born" nicht nur eine Nominierung als beste Hauptdarstellerin erkämpft, sondern konnte schlussendlich einen Goldbuben für den besten Song ("Shallow") mitnehmen. "Das ist wirklich harte Arbeit", rief sie in Erinnerung, dass man alles erreichen könne, wenn man nur wirklich daran glaube.

 

 

"Spider-Man"

Als Superheld hat man es gut bei den diesjährigen Oscars: Etwas überraschend hat sich "Spider-Man: Into the Spider-Verse" als bester Animationsfilm durchgesetzt und damit Konkurrenten wie Wes Andersons "Isle of Dogs" oder "Die Unglaublichen 2" ausgestochen. Bei den animierten Kurzfilmen konnte sich "Bao" aus dem Hause Pixar durchsetzen. In der Kategorie für Make-up/Frisuren konnte die Politsatire "Vice" reüssieren, in der der britische Schauspieler Christian Bale zum ehemaligen US-Vizepräsidenten Dick Cheney wurde.

Bester Dokumentarfilm

Der Kletterfilm "Free Solo" ist danach zum besten Dokumentarfilm gekürt worden. Das Werk der Filmemacher Elizabeth Chai Vasarhelyi, Jimmy Chin, Evan Hayes und Shannon Dill zeigt Freeclimber Alex Honnold, der den El Capitan besteigen will. Erstmals seit drei Jahrzehnten geht die Oscar-Gala ohne Host über die Bühne, nachdem der vorgesehene Komiker Kevin Hart wegen homophober Scherze zurückgezogen hatte.

Dafür wurde es aber mehrfach gesellschaftspolitisch: Nicht nur Javier Bardem sprach sich in einem auf Spanisch gehaltenen Statement für eine offene Gesellschaft des Miteinanders aus. Immer wieder kamen die kreativen Leistungen von Minderheiten zur Sprache, holte sich außerdem der auch mit 61 noch sehr angriffslustige Spike Leeeinen Oscar für das beste adaptierte Drehbuch ("BlacKkKlansman") ab und dachte dabei schon an die Zukunft: "Die 2020 Präsidentenwahl steht vor der Tür", so Lee: "Trefft die moralische Wahl zwischen Hass und Liebe."

Nicht nur sein Sieg zeigte, dass die OscarssoWhite-Diskussion vor ein paar Jahren Nachwirkungen hatte: Schwarze Frauen und Männer haben mittlerweile ihren festen Platz bei der Gala gefunden. Mit Malek, Ali und der als beste Nebendarstellerin ausgezeichneten Regina King ("If Beale Street Could Talk") ging erstmals eine Mehrheit der Darstellerpreise an Schauspieler mit nicht-weißer Hautfarbe.

Roter Teppich

Am Roten Teppich zeigte sich wieder das bunte Meer der edlen Kleider, hatten sich 2018 doch zumindest einige Darstellerinnen aus Protest in Schwarz gewandet, um ihre Unterstützung der #MeToo- und der Time's up-Bewegung gegen die Benachteiligung von Frauen im Filmbusiness zu signalisieren. Nun präsentierte sich Glenn Close als Topfavoritin auf den Hauptrollen-Oscar der Damen in einer knapp 20 Kilogramm schweren Goldrobe.

Ihre in der Nebendarstellerinnen-Kategorie nominierte Kollegin Rachel Weisz kam dagegen im vermutlich ungleich leichteren, roten Latex - während ihre Spartenkonkurrentin Amy Adams den weiblichen Teil ihrer Familie im Schlepptau am Teppich hatte. Dass nicht nur die Damen farbenfroh in die Gala gehen, stellte indes "Aquaman" Jason Momoa im rosafarbenen Samtanzug unter Beweis. Und Spike Lee - erstmals nominiert in der Regiesparte für "BlackKklansman" - erschien mit goldfarbenen Turnschuhen.

Die Gala selbst begann mit äußerst rockigen Klängen: Als Einstimmung auf die mehrstündige Preisverleihung war die britische Rocklegende Queen mit Sänger Adam Lambert gesetzt. Das passte, darf sich das Queen-Biopic "Bohemian Rhapsody" doch in mehreren Kategorien Hoffnungen auf eine Auszeichnung machen. "Welcome to the Oscars", rief Lambert.

Kommentare (1)

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Aurelia22
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Niemand kennt mehr diese

Kasperla. Total uninteressant das ganze. Früher blieb ich mal die ganze Nacht auf um diese Oskar verleiung zu sehen. es sind alles unbekannte no Names.

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