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Der Stadionwald sorgt für Rauschen im internationalen Blätterwald

Mehr als 100 internationale Journalisten waren zur Präsentation von „For Forest“ angereist. Berichte über den "Stadionwald" erschienen bereits auf allen Kontinenten.

Aufmacher einer Fotostrecke des  Londoner Blattes "The Guardian!
© Kleine Zeitung
Aufmacher einer Fotostrecke des Londoner Blattes "The Guardian!

Bereits bei der Vorbesichtigung am vergangenen Donnerstag war der Medienandrang enorm: Mehr als 100 Journalisten waren nach Klagenfurt angereist, um bei der Enthüllung von „For Forest“ dabei zu sein, darunter Journalisten aus Estland, der Schweiz, Frankreich, England und sogar aus den USA. Auch Vertreter der großen Agenturen wie Reuters oder der Deutschen Presseagentur waren vor Ort – ihre Berichterstattung wurde mittlerweile von zahlreichen Medien übernommen, samt den spektakulären Bildern.

Seit der offiziellen Eröffnung des „Stadionwaldes“ ging das Rauschen im Blätterwald munter weiter. In Dutzenden Ländern von Kamerun bis Uruguay, von Puerto Rico über Mexiko bis Russland erschienen ausführliche Berichte. Als erstes internationales Medium präsentierte der Londoner „Guardian“ online eine Bilderstrecke vom Stadionwald und sprach von „Österreichs größter öffentlichen Kunstinstallation“.

Auch das deutsche Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ zeigte sich vom Projekt des Schweizers Klaus Littmann angetan und notierte: „Inzwischen ist der – wenn auch inszenierte – Wald selbst das rare Gut. Er steht als Memento mori für ursprüngliche Natur inmitten einer urbanen Spaßarena des heutigen Industriezeitalters.“

„Welt Online“ schrieb über den Mann, der „mit Kunst den Wald retten“ will, die Online-Ausgabe der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ präsentierte ein Video unter dem Titel „Bedrohte Natur: Ein Stadion voller Bäume“, das man auch auf Youtube sehen kann. Die „Neue Zürcher Zeitung“ wiederum sah ein „Mahnmal, das aktueller kaum sein könnte“.

Mahnmal gegen Engstirnigkeit

Das ZDF-„Heute Journal“ hat dem Projekt ebenfalls einen Beitrag gewidmet, nachzusehen in der Mediathek des Senders. Auch die großen englischsprachigen Medienhäuser CNN oder BBC berichteten.

Besonders ausführlich war die Berichterstattung erwartungsgemäß in Österreich. Als „gelungen“ bezeichnete der „Kurier“ das Stadionprojekt, weil es „mehrdeutige Botschaften“ vermittle. Zitat: „Vielleicht wird For Forest dereinst ja gar nicht so sehr als Öko-Projekt, sondern als Mahnmal gegen Engstirnigkeit gesehen werden.“

Ähnlich der „Standard“: „Ein brasilianischer Psychopath fackelt den Amazonas ab. Und Max Peintner, Klaus Littmann und Enzo Enea liefern nach Jahrzehnten Vorarbeit eine so punktgenaue und realitätsnahe Glosse, dass einem bang wird.“

Die „Presse“ dagegen meinte, „der Wald enttäuscht im Stadion“, aber er verändere die Wahrnehmung: „Das bemerkt man erst bei der Fahrt zurück in die Stadt, wie man jeden Baum anders wahrnimmt.“

Die deutsche „Bild“ brachte einen eher kritischen Beitrag: „Der Sinn der Aktion darf hinterfragt werden und erntet nicht nur von Fußballer-Seite Kritik, zumal bekannt wurde, dass die Bäume für das Projekt wohl aus Belgien, Norddeutschland und Bologna nach Klagenfurt geschafft wurden ... Mäßig klimafreundlich!“ Für die FPÖ zeichnet sich damit ein „Schaden für die Reputation Kärntens ab, wenn die größte deutsche Zeitung den Wald im Stadion mit Spott kommentiert.“

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