Schauspielhaus Graz/Kritik"Garland": Die Klimakrise ist hoffnungslos, aber nicht ernst

Anita Vulesica inszeniert am Grazer Schauspielhaus Svenja Viola Bungartens Erstling "Garland". Das Stück versucht tatsächlich, der Klimakatastrophe mit den Mitteln der Komödie beizukommen. Das Ergebnis: überraschend.

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"Garland": Evamaria Salcher, Lisa Birke Balzer © SSH Graz/Lex Karelly
 

Kann man über die Klimakatastrophe eine Komödie schreiben? Svenja Viola Bungarten kann das offensichtlich. Das Stück „Garland“ der 29 Jahre alten deutschen Autorin, am Samstag Abend unter großem Jubel im Grazer Schauspielhaus uraufgeführt, befasst sich artikuliert und ziemlich unterhaltsam mit der drängendsten Frage unserer Tage, spielt zugleich mit Motiven aus dem Filmklassiker „Der Zauberer von Oz“ mit Judy Garland und stellt die legendäre Entertainerin außerdem als Figur auf die Bühne. Deren Biografie fügt sich auch durchaus ins Geschehen: mit 16 unter Drogen gesetzt, damit sie vor der Kamera als Dorothy im Zauberland funktionierte, mit 47 von mannigfaltigen Süchten zerfressen gestorben. Ein Mensch, zwecks Gewinnmaximierung verheizt.

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