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Mehrkosten noch unklar Volkstheater: Verzögerung bei Sanierung, aber Eröffnung hält

Die Coronakrise hat auch den Zeitplan bei der Sanierung des Volkstheaters durcheinandergewirbelt. Zwar soll der Wiedereröffnungstermin Anfang Jänner halten, doch es wird Mehrkosten geben.

Umbau des Volkstheaters wird noch länger dauern
Umbau des Volkstheaters wird noch länger dauern © (c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)
 

Bei der Sanierung des Wiener Volkstheaters treten Verzögerungen auf. Die aktuelle Situation verhindere, dass die im Zuge der Coronakrise für vier Wochen unterbrochenen Bauarbeiten wieder in vollem Umfang anlaufen, teilte das Haus am Freitag mit. Daraus resultierende Mehrkosten könne man noch nicht genau beziffern. Am geplanten Wiedereröffnungstermin (9. Jänner 2021) soll aber festgehalten werden.

"Wir haben schon ursprünglich einen sehr straffen Zeitplan gehabt, um den Bühnenbetrieb möglichst rasch wieder aufnehmen zu können", erklärte der kaufmännische Direktor Cay Stefan Urbanek gegenüber der Austria Presse Agentur. Am Höhepunkt der Coronakrise habe man sich in Absprache mit allen ausführenden Unternehmen für die Bauunterbrechung entschieden, seit 14. April laufen die Arbeiten wieder - mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen. "Wir wollten keinesfalls in eine Baustellensituation hineinschlittern, bei der niemand mehr Kontrolle über die Abläufe hat."

Letztlich habe sich herausgestellt, dass nach der vierwöchigen Pause der bestehende Zeitplan "unter Berücksichtigung der Gesamtsituation nicht einzuhalten ist", so Urbanek. Er bekräftigte auf Nachfrage, dass dies nichts mit Änderungswünschen der neuen Direktion unter Kay Voges zu tun habe. Man müsse nun damit rechnen, dass zur coronabedingten Unterbrechung nochmals mehrere Wochen hinzukommen. Den genauen Übergabetermin durch die Bauunternehmen wollte man indes nicht kommunizieren.

Die somit entstehenden, zusätzlichen Kosten konnte Urbanek noch nicht beziffern. Ursprünglich war das Sanierungsvorhaben mit rund 27 Mio. Euro budgetiert, wobei die Stadt Wien und der Bund jeweils 12 Mio. Euro beisteuern. Beide Subventionsgeber seien über die neue Situation bereits informiert, sagte Urbanek. "Ich hoffe, dass wir eine vernünftige, einvernehmliche Lösung mit Stadt und Bund zustande bringen. Es muss davon ausgegangen werden, dass das Volkstheater nicht zur Gänze für diese Kosten aufkommen kann."

Vom künstlerischen Team wurde unterdessen auf die neue Situation bereits mit Adaptierungen reagiert, die in erster Linie die Probenarbeit betreffen. Durch veränderten Abläufe wolle man sich hier einen Puffer erarbeiten, alle geplanten Produktionen sollen eingehalten werden. Voges will seine erste Spielzeit im Herbst vorstellen. "Die Storyline der Pressekonferenz muss nicht neu geschrieben werden", so Urbanek. Bereits getroffene Vereinbarungen mit Mitarbeitern und Künstlern werde man somit einhalten können, unterstrich der kaufmännische Direktor.

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