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Premierenkritik"Vernon Subutex" im Grazer Schauspielhaus: Bilder einer Gesellschaft in Auflösung

„Vernon Subutex“ eröffnet die Spielzeit am Grazer Schauspielhaus mit einem dystopischen Wimmelbild. Das weist panoramische Breite, aber erstaunlich wenige Längen auf.

Bilderwirbel: "Vernon Subutex" im Grazer Schauspielhaus © SSH/Lex Karelly
 

Das geht sich natürlich niemals aus: 1200 Romanseiten in einen Theaterabend zu pressen. Nicht einmal, wenn man viereinhalb Stunden dafür Zeit hat. Alexander Eisenach, der in Graz schon mit Clemens Setz’ „Frequenzen“ und Thomas Manns „Der Zauberberg“ Furore machte, tut es trotzdem. Zum Saisonauftakt setzt er am Schauspielhaus Virginie Despentes’ Romantrilogie „Vernon Subutex“ in Szene. Und das ziemlich überzeugend.

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