Stehende OvationenVom "Vorstadtmann" zum "Jedermann": Philipp Hochmair brilliert

Frenetischer Jubel, eine zündende Vorstellung: Philipp Hochmair wurde gestern Abend am Domplatz gefeiert, nachdem er für Tobias Moretti als "Jedermann" eingesprungen ist.

Tosender Applaus und Verbeugung fürs Publikum: Phillip Hochmair © APA/BARBARA GINDL
 

Er hat sich in einer "Zehntelsekunde" entschieden, für den erkrankten Tobias Moretti als "Jedermann" in Salzburg einzuspringen. Das war 30 Stunden vor der Vorführung. Am Ende hatte das Publikum und die Kritik Philipp Hochmair ins Herz geschlossen.

Es war ein spezieller Abend. Und laut Salzburger Festspielbüro ist es seit 1920 erst einmal vorgekommen, dass ein amtierender Jedermann ausgefallen ist. Ein Überblick über die ersten Kritiken:

"Hochmair gab einen eigenwillig furiosen, tänzelnden, ja, diabolischen Jedermann. Schon ein bisschen auch so, wie man es aus seiner 'Jedermann reloaded'-Performance bei den Festspielen 2013 kannte", schrieb orf.at. zum Beispiel.

Und: "Hochmair zog sich richtig hoch am Text - und er tat das mit großer Lust und Spielfreude. Tempo war sein Motto - und Forcierung seine Kunst. Die Rhythmik der Inszenierung von Michael Sturminger half dabei. Hochmair taktete den Jedermann neu."

Jedermann in Salzburg: Standing Ovations für Einspringer Hochmaier

Die Erleichterung war groß: Nicht einmal zwei Tage hatte Philipp Hochmair, um sich auf den "Jedermann" vorzubereiten.

APA/Barbara Gindl

Er war kurzfristig für den an Lungenentzündung erkrankten Tobias Moretti eingesprungen.

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Seit 1920 ist es übrigens erst ein Mal vorgekommen, dass ein amtierender Jedermann ausgefallen ist.

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In Salzburg war Philipp Hochmair 2013 (hier mit "Glaube" Johannes Silberschneider) schon in der Jedermann-Solo-Version in der Regie von Bastian Kraft aufgetreten. Sein "Jedermann reloaded", die Rockversion des Mysterienspiels von Hugo von Hofmannsthal, ist eines von vier Soloprogrammen.

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Durch seine Rolle als mörderischer Minister Dr. Joachim Schnitzler in den "Vorstadtweibern" ist der 44-Jährige auch jenen ein Begriff, die eher selten ins Theater gehen.

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Die Übung gelang: "Eine der ungewöhnlichsten Vorstellungen in der Geschichte der Salzburger Festspiele", urteilten die Salzburger Nachrichten.

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Von "stehenden Ovationen für einen Jedermann, wie man ihn bisher noch nie gesehen hat" war auf orf.at zu lesen.

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"Philipp Hochmair blieb strikt bei dem, was er längst intus hatte: Hofmannsthals Original", urteilen die "Salzburger Nachrichten".

Was kann Hochmair? fragte "Die Presse" frech. Ihr Schluss: "Auch recht viel."

Kommentare (1)

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burgring0
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Es bleibt zu hoffen....

....dass Hochmair weiterhin den Jedermann spielt. Moretti ist ein guter Schauspieler, aber als Jedermann hat er mir absolut nicht gefallen!

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