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Österreichischer Theaterpreis

Grazer Künstler räumen bei der Nestroy-Gala ab

Gleich zwei der wichtigsten heimischen Theaterpreise wandern in die Steiermark: Bei der Nestroy-Gala in Wien wurden Montag Abend zwei Grazer mit der begehrten Trophäe ausgezeichnet.

VERLEIHUNG WIENER THEATERPREIS 'NESTROY 2016': NIKOLAUS HABJAN
Freudestrahlender Preisträger: Nikolaus Habjan © APA/HERBERT NEUBAUER
 

Es ist der wichtigste Preis, den  Österreichs Theaterpublikum zu vergeben hat: Die Zuschauer haben Nikolaus Habjan zum beliebtesten Bühnen-Star des Landes gewählt. Das ergab am Montag Abend die Nestroy-Gala in Wien. Eine hoch verdiente Auszeichnung für den erst 29 Jahre alten Grazer Figurentheaterkünstler, der mit Produktionen wie "F. Zawrel – erbbiologisch und sozial minderwertig" "Das Wechselbälgchen", "Das Missverständnis" oder "Faust" international von sich reden macht. Für "Zawrel" erhielt Habjan bereits 2012 den Nestroy für die beste Off-Produktion.

Bedingungslos gut als böser Knecht Caliban: Julia Gräfner Foto © Lupi Spuma

Und noch ein zweiter Preis ging nach Graz: Für ihre fantastische Interpretation des missgebildeten Sklaven "Caliban" in Shakespeares "Der Sturm" am Grazer Schauspielhaus wurde Schauspielerin Julia Gräfner von der Jury als "Bester weiblicher Nachwuchs" ausgezeichnet. Sie ist in Graz ab 18. November als Shakespeares Julia zu sehen.

Nestroy: Die Preisträger 2016

Die heimische Theaterszene hat Montagabend zum 17. Mal ihre "Oscars" vergeben. Präsentiert wurde die Gala, die im Ronacher über die Bühne ging, von den beiden Schauspielern Markus Meyer und Steffi Krautz.

 

(c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)

Wie bei den Oscars, ist auch beim Nestroy die Kategorie "Beste Schauspielerin" heiß begehrt. In diesem Jahr holte ihn sich Sona MacDonald für ihre Rollen als Julie in "Fräulein Julie" von August Strindberg (Theater in der Josefstadt) und als Sie in "Blue Moon" von Torsten Fischer und Herbert Schäfer (Kammerspiele).

(c) ORF (Günther Pichlkostner)

Das Pendant, der Schauspieler des Jahres ging an: Rainer Galke als Irrsigler in "Alte Meister" von Thomas Bernhard, Bühnenfassung und Inszenierung von Dusan David Parizek (Volkstheater).

(c) ORF (Günther Pichlkostner)

Andrea Breth wurde für die beste Regie ausgezeichnet. Sie erhielt ihre bereits dritte Auszeichnung mit ihrer Arbeit für: "Diese Geschichte von Ihnen" von John Hopkins (Akademietheater).

(c) ORF (Günther Pichlkostner)

Neben Yael Ronen für "Lost and Found" (Volkstheater), stand Frank Castorf schon im Vorfeld als Preisträger fest: Er erhielt den Nestroy für sein Lebenswerk.

 

APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)

Auch Harald B. Thor musste nicht mehr zittern, seine Ausstattung für "Wassa Schelesnowa" am Burgtheater war ebenfalls schon im Vorfeld fix gesetzt.

ORF (Günther Pichlkostner)

Alexander Charim hat den Nestroy für die beste Bundesländer-Aufführung ( "Lichter der Vorstadt" von Aki Kaurismäki) am Landestheater Niederösterreich abgeholt.

APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)

Als bester männlicher Nachwuchsdarsteller wurde Luka Dimic für seine Rolle als Tschick in "Tschick" (Wolfgang Herrndorf) ausgezeichnet.

ORF (Günther Pichlkostner)

Der Preis für die beste weibliche Nachwuchsschauspielerin erhielt Julia Gräfner für Caliban in "Der Sturm" von William Shakespeare (Schauspielhaus Graz).

APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)

Er und seine Puppen kommen gut an: Nikolaus Habjan war Montagabend der erste Künstler, der sich bei der 17. Nestroy-Preisverleihung über eine Auszeichnung freuen durfte. Im Wiener Ronacher bekam er den ORF III-Publikumspreis.

ORF (Günther Pichlkostner)

Einen Spezialpreis konnten Signa und Arthur Köstler für "Wir Hunde / Us Dogs" - eine Koproduktion mit den Wiener Festwochen, dem Volkstheater und der Probebühne des Volkstheaters.

APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)
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Bester männlicher Nachwuchsdarsteller wurde Luka Dimic als Wolfgangs Herrndorfs "Tschick" am Wiener Theater der Jugend. Als beste Bundesländer-Aufführung wurde "Lichter der Vorstadt" von Aki Kaurismäki in der Fassung und  Inszenierung von Alexander Charim am Landestheater Niederösterreich ausgezeichnet - und schlug damit etwa Dominic Friedels Horvath-Inszenierung "Kasimir und Karoline" in Graz oder Bernd Liepold-Mossers und Ute Liepolds "Lavant!"Produktion in Klagenfurt aus dem Feld.  Beste Off-Produktion wurde "Kein Stück über Syrien" vom aktionstheater ensemble.

Martin Reinke wurde für die Verkörperung von sechs Figuren in "Die Wiedervereinigung der beiden  Koreas" von Joel Pommerat am Akademietheater mit dem Preis für die beste Nebenrolle geehrt, Rainer Galke als bester Schauspieler: Er spielte in der Volkstheater-Inszenierung von Bernhards "Alte Meister" den Irrsigler.

VERLEIHUNG WIENER THEATERPREIS 'NESTROY 2016': SONA MACDONALD
Beste Darstellerin: Sona MacDonald Foto © APA/HERBERT NEUBAUER

Die Ehrung als beste Schauspielerin ging an Sona MacDonald, die in "Fräulein Julie" an der Josefstadt die Titelrolle spielte. Für die beste Regie wurde Andrea Breth ausgezeichnet: für John Hopkins'  "Diese Geschichte von Ihnen" am Akademietheater.

Den Autorenpreis für das beste Stück erhielten Yael Ronen und und Team für "Lost and Found" am Wiener Volkstheater. Ronen nahm nicht persönlich sondern nur per verlesenen Dankesworten an dem Abend teil: "Als Einwanderin fühlt es sich großartig an, umarmt und respektiert zu werden. Hoffentlich kann Österreich diesen Respekt auch außerhalb des Theaters leben."

Bester Ausstatter wurde Harald B. Thor ("Wassa Schelesnowa", Burgtheater). Zur besten deutschsprachigen Aufführung kürte die Jury "Engel in Amerika" von Tony  Kushner, inszeniert von Simon  Stone am Theater Basel. Der Preis für das Lebenswerk ging an Frank Castorf.

Nestroy-Preise 2016: Beste Darsteller sind MacDonald und Galke

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schebach
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Freut mich

Das freut mich wirklich sehr. Habe auch für Herrn Habjan gevotet. Gratulation an alle!

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