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Literaturnobelpreis 2019Peter Handkes Wanderjahre begannen in Graz

Oft bezeichnet sich Peter Handke als Nomade. Ausgehend vom „Geniewinkel“ Graz, dem – weltweit einzigartig – mit Elfriede Jelinek auch eine Autorin mit Nobelpreis-Ehren entstammt.

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Auf optisch sehr wandlungsfähig: Peter Handke, fotografiert 1965 in Graz von Otto Breicha © IMAGO/BREICHA
 

Die Frage „Was wäre denn gewesen, wenn ...?“ stellt sich in Rückblicken auf eigene oder andere Lebenswege irgendwann sicher. Aber natürlich erhält sie bei Künstlerkarrieren eine speziellere, wenngleich stets auch spekulative Bedeutung. Aber: Was wäre denn tatsächlich anders geworden, hätte Peter Handke sich 1961 nicht entschlossen, seinen Heimatort Griffen zu verlassen, um in Graz Rechtswissenschaften zu studieren?
Das Jus-Studium selbst interessierte ihn herzlich wenig, von einer „Alleinmüdigkeit“ schrieb Handke später einmal. Sein Lebensinhalt war schon damals die Literatur, die frühe Bewunderung von Autoren wie Kafka, das Schreiben – und sein schon in diesen Jahren ausgeprägtes Bestreben, für all das Gesehene, Erlebte, Erdachte eine sprachlich völlig neue Tonart zu finden und zu einer neuen poetischen Weltbetrachtung zu gelangen.

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