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Buch der Woche Joachim Meyerhoff setzt auf heilsame Hochkomik

Fünfter Roman-Streich von Joachim Meyerhoff: Einem Schlaganfall sagt er mit Hochkomik den Kampf an, zudem brilliert er als Reise-Schriftsteller.

Schräger Humor und das Schreiben als Selbst-Therapie: Joachim Meyerhoff © imago/Leemage
 

Auf – vorläufig – sieben Bände angelegt hat Joachim Meyerhoff seinen Romanzyklus „Alle Toten fliegen hoch“. Den offenkundig kolossalen Fundus seiner Erinnerungen wollte er dabei durchstöbern. Keinerlei Platzrechte sollte die Gegenwart erhalten.
Es kam anders, weil ihm die Realität einen dicken Strich durch die Rechnung machte. Vor zwei Jahren erlitt er einen Schlaganfall. Womit auch die existenzielle Bedrohung ins Zentrum des fünften Romanes rückt. Aber es wäre nicht Meyerhoff, samt seiner feinsinnigen Fähigkeit, schwere Schicksalsschläge in eine oft trügerisch leichte Ironie zu verwandeln, hätte er nicht auch darauf mit einem eigenen Privatrezept reagiert. Er wollte der Krankheit mit Komik, die ja oft nahe an der Tragikomik angesiedelt ist, den Kampf ansagen. Verbunden mit der Erkenntnis, dass das Schreiben zu einer ganz wichtigen Form der Selbsttherapie und Lebensstrategie werden kann.

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