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Besonders lesenswertGerhard Henschel killt Regionalkrimi-Autoren

Literarische Streifzüge: Gerhard Henschel läuft zu satirischer Höchstform auf, David Lopez holt "Rocky" in die französische Provinz, die sprachmächtige Feministin Mary MacLane wurde spät aber doch entdeckt. Und Heinrich Heine schreibt über die Cholera in Paris.

Grandiose Satire über Regionialkrimis: Gerhard Henschel © 
 

Ein wunderbares Werk, rabenschwarz, urkomisch und mit durchaus wohltuender Wirkung, obwohl an Leichen keinerlei Mangel besteht. Gerhard Henschel, der als Autor einen 25-Stunden-Tag haben muss und unermüdlich an seiner grandiosen deutschen Dichter-Saga schreibt, besann sich all seiner ebenso herausragenden Qualitäten als Satiriker (er schrieb ja u. a. für „Titanic“) und Meister der subtilen Hochkomik. Das Resultat ist eine enorm pointierte Mischung aus Rachefeldzug, Parodie, Notwehr-Aktion, die in ein Massaker mündet.
In „SOKO Heidefieber“ nimmt Gerhard Henschel nicht nur die kaum noch zählbaren Provinz- und Regionalkrimis ins Visier, er schickt auch einen Serienkiller ins turbulente Geschehen. Und der hat nur ein Ziel: Er verübt an den mitunter stümperhaft schreibenden, aber stinkreichen Autoren exakt eine jener Gräueltaten, die sie in ihren Schwarten schildern. Es wird eine reichlich blutige Angelegenheit, aber völlig schräg und überdreht.

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