Vier Regieteams für eine Oper - nirgends ergibt das so viel Sinn wie bei Jacques Offenbachs Künstleroper "Hoffmanns Erzählungen", bei der drei sehr unterschiedliche Akte mit abgeschlossener Handlung von einer Rahmenhandlung eingefasst werden. Das britische Kollektiv 1927 zeigt im "Olympia"-Akt einer seiner typischen Mischungen aus animierten Filmprojektionen und Live-Action, Neville Tranter erzählt den "Antonia"-Akt mittels Klappmaulpuppen und Nanine Linning macht aus dem "Giulietta"-Akt eine Choreografie. Tobias Ribitzkis Rahmen in Luthers Keller fällt vergleichsweise am konventionellsten aus.
Grazer Oper
"Hoffmanns Erzählungen" werden zu einem Theaterfest
Kritik.
Fulminanter Einstand einer neuen Intendanz: Jacques Offenbachs Oper "Hoffmanns Erzählungen" ist in der Neuproduktion der Grazer Oper nicht nur kurzweilig, sondern ergründet auch Seelenlandschaften.
© Oper Graz/Werner Kmetitsch