Bevor er sich an eine neue Doku über Falco (für RTL) und einen Film über die Rolling Stones (für den US-Sender ABC) aus der Perspektive von Keith Richards heranmacht, geht Rudi Dolezal erstmals allein auf Tournee. Als Filmemacher hat er ja eben die Stones, Queen und Whitney Houston auf deren Konzertreisen begleitet. Jetzt steht der 65-Jährige mit seinem Buch "My Friend Freddie" selbst im Scheinwerferlicht: "Lesungen können ja oft fad sein, deshalb mache ich eine Lese-Show. Mit zum Teil unveröffentlichten Videomaterialien, etwa Freddie-Interviews, und rarem Material von meinen Clips für Queen. Die Videos haben immer mit dem gerade gelesenen Kapitel zu tun – dadurch entsteht eine eigene Dramaturgie, ein Flow aus Sprache, Bildern und Musik", erzählt Dolezal.

Zudem kann sich das Publikum aktiv mit Fragen im Anschluss beteiligen: "Ich versuche wirklich, alle zu beantworten – außer intime Fragen über Freddies letzte Monate. Bei den bisherigen Lese-Shows wollte ich aber keine der Fragen verweigern", sagt der als "Pop-Professor" titulierte Wiener. Sein persönliches Buch über Freddie Mercury ist bisher auf Deutsch und Englisch erschienen, die italienische Version ist gerade in Druck, mit Spanien und Frankreich laufen Verhandlungen. Es gibt auch Anfragen für eine Autobiografie von Rudi Dolezal, der damit aber noch hadert.

Apropos Biografien: Was kann man bei einer Falco-Doku denn noch Neues erzählen? "Es sind keineswegs Wiederholungen aus schon gezeigtem Material, da würde es mir selbst ja auch fad werden", schmunzelt Dolezal. Also? "Die Basis bildet diesmal ein mehrtägiges Interview mit Rob Bolland, dem Komponisten und Produzenten von Falcos großen Hits. Mein Fokus lautet: Was Sie bisher noch nicht über 'Rock Me Amadeus' gewusst haben!"
"My Friend Freddie live": 14. April, Gleisdorf (Dieselkino); 28. April, Leibnitz (Kulturzentrum); 29. April, Klagenfurt (Konzerthaus).
Karten: www.oeticket.com