Die Liebe dauert jetzt bereits dreißig Jahre und ist in dieser Zeit permanent gewachsen. Anfangs wollte er nicht einmal Urlaub fahren, weil er dachte, „zwei Wochen ohne Orgel, das halte ich nicht aus“, erzählt Klaus Kuchling lachend. Seit drei Jahrzehnten ist er nun Organist im Dom zu Klagenfurt und die Mathis-Orgel seine „musikalische Lebenspartnerin“, auf der der 59-Jährige nicht nur zig Tausende Stunden geübt, sondern auch weit über 7000 Gottesdienste begleitet und zahlreiche Konzerte gegeben hat: „Sie ist mit ihren über 3000 Pfeifen und 45 Registern ein herrliches Instrument“, schwärmt der gebürtige St. Veiter, der als Dozent der Gustav-Mahler-Privatuniversität auch seine Studenten an dieser Orgel unterrichtet: „Das macht mir besondere Freude“, erzählt der begeisterte Pädagoge: „Es ist mir wichtig, zu schauen, was an Talent da ist und den Begabungen Raum zu geben, sich zu entwickeln. Das musste ich auch erst lernen: Am Anfang war ich viel zu genau und pedantisch. Das ist mir heute fast ein bisschen peinlich, wenn ich Studenten aus der Zeit treffe“, erzählt er lachend.