Zwei Monate vor dem Streaming-Start von "Blonde" hat Netflix einen Trailer für das mit Spannung erwartete Marilyn-Monroe-Biopic veröffentlicht. Das knapp zweiminütige Video zeigt viele Facetten der Hollywood-Legende, umjubelt und von Selbstzweifeln geplagt. Mit platinblonden Haaren verkörpert die gebürtige Kubanerin Ana de Armas (34, "The Gray Man", "Knives Out") den Leinwandstar.

"Marilyn Monroe existiert nur auf der Leinwand", sagt Armas als Monroe in einer Szene. Sie könne sich nicht an den Ruhm gewöhnen, sie fühle sich stets als Norma Jeane. Am 4. August 1962 starb sie mit nur 36 Jahren - vermutlich an einer Überdosis Schlaftabletten.

"Blonde" basiert auf einem Roman von Joyce Carol Oates und soll die Kluft zwischen der Privatperson Norma Jeane Baker (Monroes bürgerlicher Name) und der Kunstfigur Marilyn darstellen. Drehbuch und Regie übernahm Andrew Dominik ("Killing Them Softly"). Der Trailer zeigt berühmte Filmszenen und den ikonischen Moment, als der Star mit wehendem weißen Kleid auf einem U-Bahn-Lüftungsschacht steht. 

"Blonde" feiert bei den diesjährigen Filmfestspielen in Venedig (31. August bis 10. September) seine Premiere. Ab 28. September wird das Biopic auf der Streamingplattform Netflix abrufbar sein.

In der Albertina modern ist Monroe - neben anderen Porträts von Stars - auch ein Thema: Eine nackte Frau, die ihren Körper selbstbewusst präsentiert, Künstler in ihrem Arbeitsumfeld oder Rudolf Nurejews gestreckter Fuß - ein Porträt kann vieles sein, will die Albertina in ihrer Ausstellung "The Face" beweisen. Der Titel "Avedon bis Newton" ist Programm: Man wolle zeigen, wie unterschiedlich sich Künstlerinnen und Künstler mit dem Genre auseinandersetzen, sagte Kuratorin Anna Hanreich am Mittwoch vor Journalisten.

Die Gesichter berühmter Menschen sind es, die die Schau dominieren. Andy Warhol mit abgewandtem Blick ist wie Alberto Giacometti, dessen Charakterzüge durch starke Kontraste unterstrichen werden, Teil von Franz Hubmanns Serie an Künstlerporträts. Der Fotograf machte sich, so Hanreich, ohne Ankündigung in die Ateliers seiner Sujets auf, um jedwede Vorbereitung zu unterbinden. Anders ging es Nancy Lee Katz an, die Künstler wie Roy Lichtenstein gemeinsam mit ihren Schöpfungen vor der Linse hatte.

Dass manche Porträts eine längere Beschäftigung mit dem Objekt bedingten, zeigen die Kuratoren - neben Hanreich auch Direktor Klaus Albrecht Schröder - mit neueren Werken, die wie die übrigen Fotos aus der hauseigenen Sammlung stammen. Manfred Willmann erzählt mit intimen Bildern - einige der wenigen Farbfotografien der Ausstellung - vom Zusammenleben mit seiner Partnerin. Paul Kranzler begleitete einen jungen Mann über zwei Jahre mit der Kamera.

Die Blicke bleiben jedoch an den schwarz-weißen Gesichtern hängen, die mal neutral dreinblicken, mal beim spontanen Performen aufgenommen wurden. Werbe-, Reportage- und Porträtfotograf Richard Avedon lichtete ab den 1950er-Jahren etwa US-Präsident Dwight D. Eisenhower, Marilyn Monroe oder Humphrey Bogart vor neutralem Hintergrund ab. Gottfried Helnwein arbeitete die Gesichtszüge überlebensgroßer Persönlichkeiten wie des jungen Michael Jackson, Elton John und Andy Warhol heraus. Die ebenso überlebensgroßen Bilder können bis zum 6. November besichtigt werden.