Während man in den bekannten Räumlichkeiten des Museums im Benediktinerstift St. Paul wie im Vorjahr der Geschichte der Seuchen nachspürt, wurden für eine Sonderausstellung im Nordtrakt auf rund 600 Quadratmetern neue Flächen geöffnet. „Metamorphosen des Lichts“ ist der Titel der Schau, die morgen eröffnet wird und von Pater Gerfried Sitar kuratiert wurde. „Wir stellen alten Meistern wie Kremser Schmidt oder Peter Paul Rubens Werke zeitgenössischer Künstler gegenüber, Hans Staudacher etwa, Markus Lüpertz oder Manfred Mörth“, sagt Sitar.
Das Gros der Schau widmet sich der Zusammenführung zweier Künstler. Martin Johann Schmidt, als Kremser Schmidt in die Kunstgeschichte eingegangen, war der bedeutendste Vertreter des österreichischen Spätbarock und ein Zauberer des Lichtspiels. Die Hauptwerke des Meisters befinden sich im Besitz des St. Pauler Stiftes, wie das berühmte „Abendmahl“, das hier ebenfalls gezeigt wird. Kremser Schmidt beeindruckt durch kraftvolle und für seine Epoche ungewöhnliche Farbgebung.