Grazer KulturbeiratAufregung um Millionenprojekte der Grazer Kulturpolitik

Zwei geplante Museen in Graz schlagen Wellen – lange, bevor an eine Umsetzung überhaupt zu denken ist.

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Reininghaus
Für die Tennenmälzerei gibt es seit langem eine Vielzahl an Plänen © Atelier Pucher
 

Der Vorstoß kam überraschend – und er zeigt, dass der Grazer Kulturstadtrat Günter Riegler (ÖVP) eine Menge vorhat. Auch wenn es wohl nicht einfach wird, die neue Stadtregierung aus KPÖ, Grünen und SPÖ von seinen Plänen zu überzeugen, hat Riegler jüngst angekündigt, in der aktuellen Regierungsperiode bis 2026 in der Landeshauptstadt zwei Großprojekte umsetzen zu wollen: Zum einen ein hybrides Museum mit Schwerpunkt Industrie und Design in der Tennenmälzerei im neuen Stadtviertel Reininghaus – mitgeplant sind dort ein Gemeindezentrum inklusive Servicecenter und Stadtbibliothek und ein Gastronomiebetrieb. Zum anderen eine Erweiterung des Graz Museums, die zum 900-Jahr-Jubiläum der Gründungsgeschichte der Stadt eine Ausstellung widmen und dem Haus einen neuen Zugang durch den Reinerhof auf dem Schloßbergplatz verschaffen soll.

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amsel35
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Unglaublich,

dass jemand in Zeiten wie diesen noch solche Großmannsuchtprojekte forcieren will!
Wer braucht in unserer Stadt zusätzliche sündteure Museen, wenn die
bestehenden schon seit je her so schwach besucht sind?

regiro
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@amsel

Nur weil Sie offenbar kein Museumsgeher sind heißt das nicht, dass die Grazer Museen generell schlecht besucht sind. Nehmen Sie sich eine Joanneumscard - da können Sie das ganze Jahr über gastieren gehen.

Chruchhill
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Da versucht halt die alte Nomenklatura

noch was durchzudrücken. Fort damit! Auch der Kulturbetrieb bedarf eines frischen Windes, und zwar bald!

amsel35
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Vollkommen richtig!

Höchste Zeit für eine junge, dynamische, weibliche Führung im Grazmuseum!

Styrian007
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Und

wen hätten sie da im Auge?

amsel35
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Da eine Neubesetzung sowieso bald ansteht,

sollte man rechtzeitig eine öffentliche Ausschreibung machen und dann den fähigsten Kandidaten auswählen, und nicht wie bisher die Stelle mit einer schon vorher feststehenden Person besetzen.

ma12
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HaHa

Frage: Warum hat er dies nicht unter dem Näglein umgesetzt. Jetzt wirbeln zu beginnen ist typisch ÖVP mäßig.

Markus5
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Bis 2026 sind es dann 40 Mio, bei der aktuellen Preissteigerung

Der nunmehrige Kulturstadtrat, hat anscheinend vergessen, dass
er Graz einen Schuldenberg von rd. 1,6 Mrd. Euro hinterlassen hat.
Aber nach seinen Bilanzregeln werden die neuen Projekte - nach
der Fertigstellung sicher mit EUR 60 Mio in der Vermögensbilanz
der Stadt aufscheinen, auch wenn sie, analog zu den Grazer Straßen, von
niemandem zu diesen Preis gekauft werden.
Aber Gott sei dank gibt es eine neue Stadtregierung die nicht
zu allen Eventprojekten automatisch ja sagt.