"Moneyboys"Ophüls Preis als Wettbewerb mit österreichischer Färbung

Wenn Anfang 2022 das Filmfestival Max Ophüls Preis (MOP) im deutschen Saarbrücken in einer hybriden Version über die Bühne geht, ist das österreichische Filmschaffen erneut fast schon traditionell gut vertreten.

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"Moneyboys" © Festival de Cannes
 

So konkurriert beim 43. Max Ophüls Preis C.B. Yis in Cannes gezeigtes Drama "Moneyboys" im Wettbewerb um den 36.000 Euro schweren Hauptpreis unter anderem mit Elena Wolffs "Para:dies", der in Saarbrücken Uraufführung feiert.

Das gesamte Preisgeld beim Filmfestival in Höhe von 118.500 Euro bleibt gleich, gaben die Organisatoren am Donnerstag bekannt. Insgesamt werden bei der 43. Ausgabe des MOP zwischen 16. und 26. Jänner 80 Filme gezeigt, von denen 49 in den vier Wettbewerbsschienen laufen.

Während C.B. Yis Film die männliche Prostitution in China als Ausgangspunkt für ein Liebesdrama nimmt, zeigt Wolff in "Para:dies" ein lesbisches Paar – das sie neben Julia Windischbauer selbst spielt –, das von einer Dokumentarfilmerin begleitet wird, was das gesamte Beziehungsgefüge verändert. Und während im Dokuwettbewerb Jola Wieczoreks "Stories from the Sea" Frauen auf See zeigt, ist vor allem die Sektion der mittellangen Filme prall mit österreichischen Uraufführungen.

Dazu gehören Anna Lehners "Brise", der die Studentin Flora inmitten familiärer Kalamitäten zeigt, und Fatih Gürsoys "Neverinland" über vier Geflüchtete, die sich auf einer Kostümparty befreien wollen. In "Steh auf Du Sau!" porträtiert Florian Moses Bayer den Fußballer Gery am Weg von der Jugend- zur Kampfmannschaft, während Jakob Fischer in "Stockfinster" drei Haushalte inmitten eines Stromausfalls zeigt. Und schließlich runden drei Kurzfilm-Uraufführungen das rot-weiß-rote Bouquet im Saarland ab.

 

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