T-Shirt von Sklavenhalter-StatueBanksy hilft angeklagten Demonstranten

Street-Art-Künstler unterstützt mit Erlös angeklagte Demonstranten - Der Künstler rüttelt mit seiner Kunst die Menschen auf und trifft dabei den Nerv der Zeit.

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Das von Banksy gestaltete Bristol-T-Shirt
Das von Banksy gestaltete Bristol-T-Shirt © AP
 

Vor einem Prozess zum Sturz einer Sklavenhalter-Statue in seiner Heimatstadt Bristol greift der britische Street-Art-Künstler Banksy den vier Angeklagten mit einer T-Shirt-Aktion unter die Arme. Er habe anlässlich des Verfahrens einige Souvenir-Shirts entworfen, deren gesamte Erlöse an die Beschuldigten gingen, damit die ein Bier trinken gehen könnten, schrieb der anonyme Künstler am Freitagabend auf Instagram.

Dazu stellte er Bilder des grauen T-Shirts, das den leeren und von Trümmern umgebenen Sockel der Sklavenhalter-Statue zeigt, von dem ein Seil hinab hängt. Darüber prangt in Großbuchstaben der Name der Stadt, wo die Shirts auch in den Verkauf kommen sollten.

Während eines Black-Lives-Matter-Protests in Bristol hatten am 7. Juni 2020 mehrere Menschen die Statue des Sklavenhändlers Edward Colston (1636-1721) umgekippt und ins nahe gelegene Hafenbecken geworfen. Den vier Demonstranten im Alter von 21 bis 36 Jahren wird Sachbeschädigung vorgeworfen. Sie plädieren auf nicht schuldig. Der Prozess gegen sie soll am Montag in der Stadt gut 180 Kilometer westlich von London beginnen.

Banksy erregte auch damit Aufsehen, dass er mit den Einnahmen aus dem millionenschweren Verkauf einer Schablone ein leerstehendes britisches Gefängnis kaufen will, in dem einst Oscar Wilde einsaß. Banksy will das Gefängnis in ein Kunstzentrum umwandeln. Wie die Zeitung "Sunday Times" berichtete, bietet der sagenumwobene Street-Art-Künstler an, das Angebot des Stadtrats von Reading um zehn Millionen Pfund (11,7 Mio. Euro) auf 12,6 Millionen Pfund zu erhöhen.

Es handelt sich um die Schablone, mit deren Hilfe Banksy im März ein großflächiges Kunstwerk auf die Außenwand der früheren Haftanstalt in Reading gemalt hatte. "Create Escape" zeigt einen Häftling, der sich mit Hilfe zusammengeknoteter Leintücher und einer Schreibmaschine abseilt. Das Werk gilt als Reverenz an Wilde, der von 1895 bis 1897 wegen homosexueller "Unzucht" hier eingesperrt war. Bisher ist erst einmal eine Zeichenvorlage von Banksy versteigert worden.

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Danke für Ihr Verständnis.

petera
3
16
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Bansky gefällt mir

Er nutzt seine Popularität um die Gesellschaft weiter zu bringen.

Ifrogmi
5
9
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er benutzt kunst ...

... um rechtsbrecher zu unterstützen.
ich mag keine welt in der jeder zerstört was ihm grad nicht passt. sowas führt zu unruhe, zwietracht, streit und letztlich gewalt.
und vor allem mag ich niemand der glaubt für mich und den rest der mitmenschen denken zu müssen.