Premiere klagenfurter ensembleKatzennacht: Ein stilles Fest der grausamen Selbstzerfleischung

Das Weihnachtsfest als Angelpunkt einer mörderischen Familienzusammenkunft: Josef Maria Krasanovsky zeigt in "Katzennacht" eine schaurige Familienaufstellung. Eine Neuproduktion des klagenfurter ensembles.

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Noch glitzert es im Katzenhaushalt - doch bald zeigt sich der wahre Charakter der mörderischen Familie
Noch glitzert es im Katzenhaushalt - doch bald zeigt sich der wahre Charakter der mörderischen Familie © Klagenfurter Ensemble
 

Die gut gepolsterten weißen Wände erinnern mehr an eine Gummizelle, als an einen festlichen Ort. Der weiße Tisch - mit Deckel obendrauf - dient als Altar des schlechten Geschmacks, als ein Platz, an dem sich die ach so nette Familie selbst zerfleischt. Vielleicht ist der weiße Tisch aber auch nur ein Sarg, in dem die sich hassende Familie ihre Leichen begräbt: Und die Gewaltfantasien, die Mordgelüste, die Hasstiraden und die Scheinmoral gleich dazu. Bis der Deckel aufgeht und alles aus den Katzen aka Menschen herausbricht.

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