Festival LjubljanaEin umjubeltes Fest der Stimmen mit Netrebko und Eyvazov

Das Powerpaar Anna Netrebko und Yusif Eyvazof begeisterte mit einem vielfältigen Liederabend im Laibacher Cankar Center.

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Yusif Eyvazof & Anna Netrebko im Cankar Center
Yusif Eyvazof & Anna Netrebko im Cankar Center © Helmut Christian
 

Prächtig waren ihre beiden edlen Roben. Prächtig war auch ihre Laune, denn man merkte, wie ihr das Konzert Freude bereitete. Sie gestaltete ihre Rollen auch optisch und wartete mit der einen oder anderen Tanzeinlage auf. Und prächtig war natürlich wieder ihr Gesang: Anna Netrebko begeisterte mit ihrem Gatten Yusif Eyvazov beim Ljubljana Festival im Cankar Center, wohin man das ursprünglich am Kongress Platz geplante Konzert wegen Schlechtwetters verlegt hatte.


Von zartesten Tönen bis zu leidenschaftlichen Ausbrüchen reicht die reiche Palette ihrer Ausdrucksmöglichkeiten. Zudem erlebte man ein mannigfaltiges Farbspektrum, wunderbare Legatokultur, funkelnde Höhen und die edle Eleganz ihres dunklen, samtigen Soprans. Saftig startete sie mit der großen Arie der Turandot „In questa reggia“ aus der gleichnamigen Oper von Giacomo Puccini, die sie soeben in der Arena di Verona gesungen hatte. Beschwingt erklang „Stridono lassu”, Nedda’s Arie aus „I Pagliacci“ von Ruggero Leoncavallo. Die russisch-österreichische Diva faszinierte auch bei der sogenannten leichten Muse mit der Auftrittsarie der Silva Varescu „Heia, heia in den Bergen ist mein Heimatland” aus Emmerich Kálmáns „Csárdásfürstin“.


Mit seinem großen und höhensicheren Tenor beeindruckte ihr Gatte Yusif Eyvazov. Neben dem Gassenhauer „La donna è mobile“ aus Verdis „Rigoletto“ sang er auch die berühmte Arie des Canio „Vesti la giubba“” aus „I Pagliacci“. Auch der Ohrwurm „Granada“ von Augustín Lara durfte nicht fehlen.
Das temperamentvolle Powerpaar berührte ungemein bei den Liebesduetten „Gia nella notte densa“ aus Verdis „Otello“ sowie zum Finale mit „O soave fanciulla“ aus Puccinis „La Bohème“. „Caruso“ von Lucio Dalla und „Brindisi“ aus Verdis „La Traviata“ waren die umjubelten Zugaben.
Die RTV Slovenjia Symphonie Orchester unter Michelangelo Mazza begleitete an ihren Lippen hängend und viel Freiraum lassend. Zudem konnten die Musiker bei den Intermezzi aus „I Pagliacci“, sowie aus der Zarzuela-Rarität des Spaniers Jerónimo Giménez „La boda de Luis Alonso“ ihre hohe Klasse ausspielen. Stehende Ovationen!

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