Zeichnender Grenzgänger Deutscher Cartoonist Martin Perscheid mit 55 Jahren gestorben

Der Rheinländer schuf unter dem Titel "Perscheids Abgründe" über 4.300 Cartoons. Knollige Nasen, Kulleraugen, Dicke und Dünne - Martin Perscheid und seiner Feder konnte niemand entkommen.

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Die Cartoons von Martin Perscheid waren in vielen Magazinen und Zeitungen zu sehen
Die Cartoons von Martin Perscheid waren in vielen Magazinen und Zeitungen zu sehen © (c) imago stock&people (imago stock&people)
 

Er schuf Tausende Cartoons. Seine Protagonisten sind oft wohlbeleibt, mit knolligen Nasen, Kulleraugen und politisch völlig inkorrekt. Martin Perscheid überschritt zeichnend Grenzen, was den Betrachter lauthals und herzhaft lachen ließ, vielleicht sogar über sich selbst. Er zielte mal auf Dicke, mal auf Dünne, widmete sich gerne auch Frauen- und Männerklischees. Jetzt ist der deutsche Künstler im Alter von 55 Jahren gestorben.

Im Lappan Verlag erschien 1995 sein erstes Buch. Der Rheinländer schuf unter dem Titel "Perscheids Abgründe" über 4.300 Cartoons. Seine Cartoons mit dem Versalien-Schriftzug "PERSCHEID" am Bildrand waren in zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften zu finden. Perscheid war bekannt und auch geehrt. 2002 erhielt er den "Max & Moritz-Preis" für die beste deutsche Comic-Serie. Die Caricatura in Kassel ehrte ihn 2016 mit dem "Denkmal für den unbekannten Idioten", das seitdem auf dem Vordach der Caricatura am Kasseler Kulturbahnhof steht.

 

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