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Graffiti in KärntenEine Kunst, die oft schon am nächsten Tag vom Verschwinden bedroht ist

Graffiti ist eine Kunstform, die sich im Illegalem wie im Legalen ihren Raum sucht. Die neue Ausstellung "Umlackiert" zeigt von 20. April bis 5. September die Geschichte der Kärntner Graffiti-Kunst "Von Legal Walls bis Wholetrains".

Stefan Wogrin und Florian Mikl, Kuratoren von "Umlackiert", vor der fahrenden Leinwand ÖBB-Zug
Stefan Wogrin und Florian Mikl, Kuratoren von "Umlackiert", vor der fahrenden Leinwand ÖBB-Zug © Markus Traussnig
 

Es ist eine Kunst, die im Bruchteil von Sekunden ihre Wirkung entfalten muss. Wenn das Auto vom zweiten in den dritten Gang schaltet und die Graffitis an der Fensterscheibe zerfließen und nicht mehr als ein flüchtiger Blick dafür bleibt. Die Künstler selbst mäandern an der Grenzlinie der oft illegalen Aufmerksamkeits-Erregung im öffentlichen Raum und dem legalen Besprühen sogenannter  "Legal Walls" hin und her, stets mit dem Wissen, dass ihre Kunst oft nicht den nächsten Tag überdauern wird - wenn der Putztrupp der ÖBB das Style-Writing vom Waggon entfernt oder die illegal besprühte Hauswand frisch gestrichen wird. In die Graffiti-Kunst als Ausruf des "Hier bin ich" ist zugleich das Vergehen eingeschrieben. Jedes Graffiti bleibt ein flüchtiges Ereignis im öffentlichen Raum, genau da setzt die Ausstellung "Umlackiert" in der Stadtgalerie Klagenfurt an.

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