"Eine Blume bleibt, eine Hand sucht die Geschichte der anderen. Die Zeit nimmt uns hin. Ihr einziger Anspruch.“ So heißt es in einem Gedicht von Alfred Kolleritsch. „Jetzt hier“ heißt es, und jetzt und hier ist es traurige Gewissheit geworden. Die Zeit nahm ihn hin, nach jahrelangem Kampf gegen schwere Krankheiten, aber er ertrug sie nicht nur, er tat, was ihn seit Jahrzehnten als Mensch und Vorbild auszeichnete – er leistete Widerstand.
Nachruf
Er ging, doch er bleibt für immer: Lyriker, Doyen und "manuskripte"-Herausgeber Alfred Kolleritsch ist tot
Trauer, Betroffenheit, ein Tag mit Trauerrand. Alfred Kolleritsch, eine der ganz großen Lichtgestalten der österreichischen Gegenwartsliteratur, starb am Freitag im Alter von 89 Jahren.
© Marija Kanizaj