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Bundesvorstand der GrünenAndrea Mayer als Nachfolgerin von Ulrike Lunacek bestätigt

Die aktuelle Kabinettsdirektorin von Bundespräsident Alexander Van der Bellen soll Ulrike Lunacek nachfolgen. Der Erweiterte Bundesvorstand der Grünen hat am Montagabend einen entsprechenden Vorschlag von Parteichef Werner Kogler angenommen.

Andrea Mayer
Andrea Mayer © (c) APA/BUNDESHEER/PETER LECHNER (PETER LECHNER)
 

Corona-bedingt trat das Parteigremium per Videokonferenz zusammen. Mit 100 Prozent der abgegebenen und gültigen Stimmen (anwesend waren 29 der 33 Stimmberechtigten) wurde Andrea Mayer, die über Video mit den Anwesenden diskutierte und Fragen beantwortete, angenommen. Zuvor hatte der Bundesvorstand der Grünen nach Beratung mit dem Parlamentsklub eine einstimmige Empfehlung an den Erweiterten Bundesvorstand abgegeben.

Mayer, die sich in der Kulturbranche während ihrer langjährigen Tätigkeit als Spitzenbeamtin hohes Ansehen erworben hat, soll bereits am Dienstag, um 11 Uhr, im Ministerium für Kunst, Kultur, Öffentlicher Dienst und Sport, der Öffentlichkeit als neue Staatssekretärin präsentiert werden.

Mayer (Jahrgang 1962) zählt zu den bestinformierten und bestvernetzten Personen des heimischen Kulturbetriebs, verfügt aber auch über langjährige Erfahrungen in unterschiedlichen Bereichen der Bundesverwaltung. Im Licht der Öffentlichkeit stand sie zuletzt im Jahr 2016, als sie interimistisch die Führung des Belvedere-Kuratoriums übernahm und den Ausschreibungsprozess für das Museum leitete.

Die Schienen zum späteren Berufsweg legte Mayer schon mit ihrer Studienwahl. An der Universität Wien studierte sie einerseits Germanistik und Geschichte, andererseits auch Rechtswissenschaft. In ersten Schnupperkontakt mit der Politik kam Mayer zu dieser Zeit in der Österreichischen Hochschülerschaft.

Sie absolvierte ihr Gerichtsjahr, bevor sie 1993 ihre Tätigkeit im Bundesdienst begann, zunächst als Mitarbeiterin von Kunstminister Rudolf Scholten (SPÖ). Anschließend war sie im Wissenschaftsministerium für Innovation und Forschungsfragen zuständig. 2007 erfolgte ihre Bestellung zur Chefin der Kunstsektion im damaligen Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, die seit März 2014 im Bundeskanzleramt ressortiert. Im Februar 2017 wurde sie Kabinettsdirektorin in der Hofburg. Sie fungierte auch als Mitglied in unterschiedlichen Aufsichtsgremien, wie etwa bei den Salzburger Festspielen und im Wiener Konzerthaus.

Lunacek hatte am Freitag ihren Rücktritt als Kunst- und Kulturstaatssekretärin bekannt gegeben. Sie habe gemerkt, dass die Unzufriedenheit und Enttäuschung im Kulturbereich trotz ihrer Bemühungen "nicht geringer wurde" und sie "keine positive Wirkung mehr erzielen konnte", erklärte sie.

Auf die neue Kultur-Staatssekretärin warten enorme Herausforderungen. Nicht nur gilt es das Vertrauen der Kulturszene zurückzugewinnen, erwartet wird die Schaffung von klaren Rahmenbedingungen, unter denen Kunst und Kultur in den kommenden Monaten stattfinden kann. Der am Freitag veröffentlichte Plan sieht vor, dass ab 29. Mai Indoor- und Outdoor-Veranstaltungen mit bis zu 100 Besuchern möglich sein  werden. Ab 1. Juli mit bis zu 250 Besuchern. Die entsprechende Verordnung wird derzeit ausgearbeitet und soll erst wenige Tage davor, am 25. Mai, veröffentlicht werden.

Kommentare (16)

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mobile49
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ich befürchte nur , man wird auch sie

am langen arm verhungern lassen , um politisches kleingeld zu lukrieren.
denn, wer denkt denn schon daran , dass sie ohne rückhalt vom türkisen finanzministeium auf verlorenem boden steht (und mit ihr der kulturminister)

mobile49
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zusatz

ausserdem kann sie zuviel.
und das als frau !
das wird den hahnentrittlern nicht gefallen

tintifax
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Eine gute Wahl, wie ich finde.

Ich wünsche ihr, dass sie, als "zu den bestinformierten und bestvernetzten Personen des heimischen Kulturbetriebs zählend", diese Qualifikation auch in bestmöglicher Weise zur Unterstützung und Förderung von Kunst und Kultur in unserem Land umsetzen wir können.

tintifax
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Sorry, Tippfehler vorhin am Ende:

... wird können ...

grötenwanderung
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was die all die jahre mit ihren geld gemacht haben

bussi bussi bussi geselschaft braucht eben ein bischen mehr
geld wie das arbeitervolk.

Stubaital
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Kultur

Hoffentlich bekommt der Resedaritz rasch Hilfe, sonst muss er unter der Donaubrücke schlafen.
Ganz ein toller Künstler 👩‍🎨 Hoffe er bekommt die goldene Himbeere im jammern.

aral66
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Wen meinen?🤔

Rese"d"aritz? Kenn ich nicht!

Lodengrün
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Wenn man liest

wie qualifiziert diese Leute, quer durch alle Parteien sind, dann fragt man sich, warum jemand unser Land führt, der aber schon gar nichts in diese Richtung vorzuweisen hat.

Balrog206
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Loden

Weil du es nicht macht’s ganz einfach !

Lodengrün
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Ja @Bali

stell Dir vor, würde es mir angeboten, ich würde es ablehnen. Ich weiß, was ich kann und was ich nicht kann. Ich brauche das auch nicht, denn, das was ich mache sehr gut und habe da meine Anerkennung. Und finanziell gibt es auch keinen Anlass zur Klage. So arbeite ich und muss mir nicht täglich die Eizes und Reden von einem Herr Fleischmann holen, weil ich mich vorne und hinten nicht auskenne. Wie ist das bei Dir? Eigenes ist bis dato noch nie etwas eingeflossen über das man zumindest diskutieren könnte.

melahide
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Weil

das Volk in all seiner Weisheit so entscheidet ...

X22
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Da der Hausverstand heut schon als Weisheit hingestellt wird, hat wohl die

Torheit die Richtung vorgegeben

crawler
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Na, dann

wünsch'ma ihr viel Glück und immer eine Handbreit Geld unter den Beinen. Im Gegensatz zu Frau Lunatschek wird sie dafür sorgen müssen, dass immer zuerst die Kunst bedient wird bevor allen andere an den Tropf kommen. Das war eigentlich der einzige Fehler von Frau Lunatschek.

Miraculix11
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Der einzige Fehler :-)

Filmschaffende beklagten in einem offenen Brief, dass es keine Perspektive und keine Richtlinien für die Zukunft der Branche gebe. Und an Lunacek gerichtet hieß es darin: "Momentan verantworten Sie 'Spielregeln' für ein Berufsfeld, das Sie eindeutig nicht kennen und verstehen."
Der Standard

hortig
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Antwort

Als ob das wichtig wäre, sich im Filmmetier auszukennen. Wenn Leute wie der oder Resitaritz jammern frage ich mich schon was die all die Jahre mit ihrem Geld gemacht haben

aral66
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Resetarits

Also "välscher" kann man nicht schreiben😊