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Maßnahmenkatalog Heimische Kabarettszene appelliert an die Regierung

Die heimische Kabarettszene sieht sich in ihrer Existenz gefährdet und wendet sich mit einem Forderungskatalog an die Regierung.

Verleihung 30. Europaeischer Filmpreis
© APA/dpa/Jens Kalaene
 

In den Unmut aus der Kulturszene über die aktuellen Beschränkungen im Zuge der Coronapandemie mischt sich nun auch offiziell die heimische Kabarettszene. Am Dienstag meldete sich die neu gegründete IG Kabarett zu Wort, die mit einem Forderungskatalog unter dem Titel "Kabarett trotz(t) Corona" an die Politik herantritt.

Zu den geforderten Maßnahmen gehört etwa eine Reduktion der Umsatzsteuer bis Ende 2024, ein Durchrechnungszeitraum für Hilfszahlungen von 2019 bis 2022, um Verluste abzufedern, und eine Unterstützung von Künstlerinnen und Künstlern respektive den Agenturen mit mindestens 80 Prozent des Durchschnittsmonatsgewinns gemäß der letzten Steuererklärung, wenn 80 Prozent weniger Gewinn oder Umsatz erwirtschaftet werden. Wichtig sei, dass die Hilfsmaßnahmen für alle Gewerke - von Künstlern über Techniker bis hin zu den Agenturen - gelten müssten.

Das österreichische Kabarett sei mit seinen gut 7500 Veranstaltungen jährlich und einem Brutto-Kartenumsatz von 43 Millionen Euro seit Jahrzehnten die einzige unsubventionierte Kunstsparte des Landes - was einem nun auf den Kopf falle. "Besonders hart trifft uns, dass wir mangels struktureller Förderungen wirtschaftlich zu 100 Prozent von der Auslastung unserer Veranstaltungen abhängig sind", heißt es am Dienstag in einer Aussendung.

Kulturstaatssekretärin Ulrike Lunacek (Grüne) habe man den Maßnahmenkatalog in der vergangenen Woche bereits persönlich präsentieren können. "Jetzt liegt es an der Bundesregierung Entscheidungen zu treffen, um dem Kabarett sowie allen anderen Kunstformen ein Überleben zu sichern."

In den sozialen Netzwerken weist die Kabarettszene auf ihre prekäre Situation hin:

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Danke für Ihr Verständnis.

unterhundert
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Frage an unsere Komiker..

..habt Ihr in den letzten Jahren 'Gratis' gespielt? Jeder der sich Künstler nennt will etwas vom Staat, sprich von uns Steuerzahlern. Habt Ihr am Staat vorbeigewirtschaftet, keine Steuern geschweige Sozialversicherungen einbezahlt? Nein..ja dann, seid Ihr selbst Schuld. Wenn ja, meldet Euch als Arbeitslose bei der AMS an.
Mein Mittleid hält sich in Grenzen.

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Enrique76
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Selbständige können sich nicht beim AMS melden

Da hat man kein Sicherheitsnetz...

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hubsi-vom-salzamt
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@enrique76

Stimmt nur mit Vorbehalt. Man kann sich freiwillig versichern. Hab´ich selbst einmal als Selbstständiger gemacht. Man musste sich -so war es damals- aber per Stichtag für 5 Jahre für ein System entscheiden. Man kann also nicht einfach "ON/OFF" wechseln wie es beliebt. LG Hubsi

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wedef1
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Wo bleibt der Kunde?

Ich find es toll wie alle nur fordern. Um den Kunden, der Karten gekauft hat und der den Kulturbetrieb ja auch in Zukunft finanzieren soll kümmert sich niemand. Ich sitze auf Karten von mehreren abgesagten Veranstaltungen. Weder von Ö-Ticket noch von den Seefestspielen Mörbisch gab es bis jetzt eine Info wie es weitergeht. Schließlich hat man für eine Leistung bezahlt, die nicht erbracht wurde. Frage: wo ist das für die Karten bezahlte Geld?

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