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Die Wohnzimmer-Lesung zum NachschauenWolfram Berger: "Die Welt dort draußen geht mir nicht sehr ab"

Der Schauspieler und Vortragskünstler Wolfram Berger hat den dritten „Wohnzimmer-Auftritt“ der Kleinen Zeitung bestritten. Hier das Video zum Nachschauen.

 

Ob als Schauspieler von der legendären „Alpensaga“ bis zur Soko Donau oder als Vortragskünstler, der Texte nicht nur liest, sondern lebt: Wolfram Berger macht auf allen Bühnen eine aufrechte, authentische Figur.

Und spontan erklärte sich der 1945 in Graz geborene Künstler auch bereit, ein Wohnzimmer-Konzert der Kleinen Zeitung zu bestreiten. Wobei es in seinem Fall eher eine Wohnzimmer-Lesung gewesen ist – mit einer musikalischen Einlage.

Berger startete seine Wohnzimmer-Lesung Samstagabend mit einem trotzigen „Trotzdem“. "Trotzdem dürfen wir nicht vergessen, dass das Leben ein wunderbares Abenteuer ist." Und dann brach er zu einer ebenso wunderbaren Lesereise auf, die ihn zu jenen Literaten führte, die ihm besonders am Herzen liegen: Erich Kästner, Alfred Polgar, Johann Nestroy, Joachim Ringelnatz. Sie alle, so Berger, seien trotz ihrer verbalen Schärfe auch „liebevolle Menschen“ gewesen, die „Unterhaltung zum Niederknien geschrieben haben“. Zum Niederknien auch der gewitzte, gestik- und mimikreiche Auftritt des passionierten Vortragskünstlers. Und während der rund 30 Minuten dieser kurzweiligen Lesung hatte nur ein Thema nichts zum Lachen: die Coronakrise. Überraschend griff Berger während seines Auftritts, der in der Nähe von Wien stattfand, auch zur Gitarre und stimmte eine selbstverfasste „Kernölballade“ an. Diese Lesung war ein Gedicht!

Ich lese viel und schaue sonst gern in die Luft

Wolfram Berger

Wolfram Bergerhält sich derzeit in der Nähe von Wien auf. Die Isolation (er-)trägt er mit großer Gelassenheit. „Ehrlich gesagt geht mir die Welt dort draußen, die ja in den letzten Jahren immer hysterischer geworden ist, nicht sehr ab. Ich lese viel und schaue sonst gerne in die Luft.“ Zur Nachahmung empfohlen.

Die anderen Konzerte zum Nachschauen

Im Rahmen unserer Wohnzimmer-Konzerte, die in Zeiten von Corona Künstlern eine virtuelle Bühne bieten sollen und unseren Lesern, Usern und "Schauern" eine Freude bereiten, sind bereits der Bluesmusiker Oliver Mally und der klassische Pianist Philipp Scheucher aufgetreten. Wer von den "Konzertbesuchern" eine Art Eintritt für die Darbietungen zahlen möchte, hat die Möglichkeit, an eine karitative Organisation zu spenden, die der jeweilige Künstler auswählt.

Wolfram Berger ersucht um Spenden für SOS Mitmensch.
IBAN: AT87 6000 0000 9100 0590 BIC: BAWAATWW.
Weitere Infos unter: www.sosmitmensch.at