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Das Konzert zum NachschauenWohnzimmerkonzert mit Philipp Scheucher: Von Mozart über Beethoven bis Liszt

Der weitgereiste und hochdekorierte Pianist Philipp Scheucher bestritt das zweite Wohnzimmerkonzert der Kleinen Zeitung. Der 27-Jährige streamte aus Hannover, wo er derzeit seine Zelte aufgeschlagen hat. Sein furioser Klassikmix beeinhaltete Mozart, Beethoven, Schumann und Liszt.

 

Köln, Aarhus, Zagreb, Pretoria – diese verstreuten Orte haben gemeinsam, dass Philipp Scheucher dort schon Preise geholt hat. Der Klassikpianist aus Weiz, der in Graz studiert hat, war in den letzten Jahren viel unterwegs, auch bei Klavierwettbewerben. Fast immer erfolgreich übrigens. Dazu kommt eine Konzerttätigkeit auf fast allen Kontinenten. Die Coronakrise hat das Leben des 27-Jährigen auf den Kopf gestellt. Dabei hat sich sein Lebensmittelpunkt nach Hannover und Köln verlagert, wo er postgraduale Studien absolviert: „Gerade die Klassikszene bietet hier eine große Community, tolle Musiker und ein Netzwerk.“

Da Scheucher alle Konzertreisen einstellen musste, sitzt er in seiner Wohnung in Hannover: „Ich versuche, das Beste aus der Situation zu machen. Man muss die Sache sehr ernst nehmen, auch wenn das aus wirtschaftlicher Sicht nicht ganz einfach ist. Zum anderen sehe ich das als Anstoß, um mir Alternativen zu überlegen und auf andere Art und Weise weiterzuarbeiten. Die Musik ist gerade in solchen Zeiten ein so kostbares Gut, mit dem man die Zeit der Isolation verschönern und sogar genussvoll gestalten kann.

Genussvoll gestaltet Scheucher auch tägliche Couchkonzerte, die er über seine sozialen Kanäle ausspielt. Das zweite Wohnzimmerkonzert der Kleinen Zeitung, das war  sozusagen eine XL-Version dieser Aktion.

Scheucher wählte für das Wohnzimmerkonzert der Kleinen Zeitung populäre, aber auch einige sauschwere Stücke. Mozarts A-Dur-Sonate verlieh er einige besondere Momente, Beethovens „Mondscheinsonate“ leuchtete sanft und hatte ein beeindruckend getriebenes Finale, und über einem Stück aus Schumanns „Kinderszenen“ landete er im Finale bei der 2. Ungarischen Rhapsodie von Liszt, wo er seine Technik virtuos ausspielen konnte.

Philipp Scheucher leidet wie unzählige andere Musiker an der Krise, aber er findet, dass sich auch etwas Positives daraus ziehen lässt: „Ja, die Unsicherheit ist das größte Übel, aber die Isolation ist ein Geschenk, um kreativ zu werden. Das Reisen fehlt mir, aber dafür wird die Umwelt geschont. Es gibt viele Dinge, die in meinem Kopf schwirren. Jetzt ist die Zeit, dass ich mir darüber mehr Klarheit verschaffen kann.“

Philipp Scheucher ersucht um Spenden für die Kinder-Krebs-Hilfe (IBAN AT34 6000 0000 0763 1111). Weitere Kontonummern und einen Überblick über die Landesorganisationen unter www.kinderkrebshilfe.at

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wolf1949
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Hauskonzert

Danke für die Klänge- wunderschön!
Deine (Kinder)Ärztin

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