Über Jahre hinweg lag das Wiener Künstlerhaus im Dornröschenschlaf. Wegen chronischer Geldnot bei der Gesellschaft bildender Künstlerinnen und Künstler Österreichs, die das Haus ab 1865 im Stile einer Renaissancevilla errichten ließ, verfiel das Baujuwel zusehends: Die Fassade vis-à-vis von Musikverein und Karlskirche bröckelte, Wand- und Deckenmalereien mussten übertüncht werden und auch der originale Terrazzoboden ging verloren. Doch 2015 trat Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner als Retter auf den Plan. Nach zähen Verhandlungen mit der 500-köpfigen Künstlervereinigung erwarb der Baulöwe 74 Prozent der Liegenschaft und begann die „Ratzenburg“ (HPH) auf eigene Kosten zu sanieren. Ziel des Kraftaktes war die Wiederherstellung des Urzustandes sowie die Erweiterung des denkmalgeschützten Baus um moderne Errungenschaften wie Brandschutztüren, Rollstuhllifte etc.