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Ein Profi gibt Einblicke"Lost Places": Warum uns vergessene Orte faszinieren

Vergessene Villen, verlassene Kraftwerke, Schrottplätze, halb verfallene Gefängnisse oder leere Hotels: „Lost Places“ sorgen nicht nur im Internet für Furore. Fotograf Thomas Windisch ist ihnen seit Jahren verfallen. Von der Magie alter Orte.

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Ein Zimmer in einem ehemaligen DDR-Hotel
Ein Zimmer in einem ehemaligen DDR-Hotel, fotografiert von Thomas Windisch © (c) Thomas Windisch/Brandstätter Verlag
 

Der Rucksack, den er trägt, ist, harmlos ausgedrückt, recht schwer und dabei hat er nicht einmal die Fotoausrüstung dabei. So viel steht fest: Wenn es hart auf hart kommt, dann geht Thomas Windisch ziemlich sicher nicht verloren. Vielleicht wäre ihm das sogar recht, denn das Verlorene, das Aus-der-Zeit-Gefallene, das ist ganz sein Habitat. Der gebürtige Steirer gilt als einer der Meister einer Zunft, die zwar selbst noch gar nicht alt ist, aber das Alte ins Zentrum ihres Tuns rückt: Windisch fotografiert verlassene Orte. „Lost Places“, also verlorene Orte, ist die gängige Bezeichnung für dieses Genre innerhalb der Fotografie.
Nicht zuletzt durch soziale Medien hat die Suche und Abbildung dieser Orte eine geradezu unglaubliche Dynamik bekommen. Wer sie auf Instagram sucht, wird Millionen davon finden. In unserer bildverliebten Welt sind sie ein Paradoxon: Sie schillern nicht, sie protzen nicht und doch wohnt vielen dieser Orte eine ganz eigene Schönheit inne. Sie sind Chronisten eines Prozesses, der dieser nach Lebendigkeit gierenden Gesellschaft einen Spiegel vorhält. Was sie darin sieht? Den Verfall.

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