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Besuch in der 'Weißen Stadt'Weiße Flecken auf der Landkarte: Bauhaus in Tel Aviv

Nirgendwo ist die Bauhaus-Architektur so lebendig wie in Tel Aviv. Zum 100-jährigen Bestehen ein Besuch in der „Weißen Stadt“.

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In Tel Aviv allgegenwärtig: die Bauhaus-Häuser
In Tel Aviv allgegenwärtig: die Bauhaus-Häuser © (c) APA/AFP/THOMAS COEX (THOMAS COEX)
 

Es wirkt fast so, als würde in der nächsten Sekunde ein Kreuzfahrtschiff das Gewirr aus Palmen und Hibiskus durchpflügen. Dabei steht es dort schon gut und gerne viele Jahrzehnte lang und ist kein Schiff, sondern ein Haus. Dass es einem Schiff ähnelt, ist aber kein Zufall: Die Symbolik des Aufbruchs ist ihm eingeschrieben, wie allen rund 4000 Häusern, die Tel Aviv zur „Weißen Stadt“ machen. Doch der Aufbruch war vielmehr eine Flucht: 1919 gründete der Architekt Walter Gropius in Weimar das Bauhaus. Eine Kunstschule mit der Vision, die Welt ein Stück besser zu machen.

Doch der Traum währte nur kurz: Während der Nazi-Diktatur mussten viele Mitglieder dieser richtungsweisenden Kunstschule fliehen. In Palästina fanden sie eine neue Heimat und entwickelten den Bauhaus-Stil unter Einfluss namhafter Architekten wie Le Corbusier und Erich Mendelsohn weiter. Den Geflüchteten muss es wie das Paradies erschienen sein: die Sonne, die Wärme, die Sicherheit. „Für die Menschen, die aus Europa kamen, war das ein ganz neues Lebensgefühl. Man brauchte sich als Jude nicht mehr zu verstellen“, erzählt Ebba Tate. Vor 41 Jahren ist die Deutsche der Liebe wegen nach Israel gekommen und führt Interessierte im Auftrag des Bauhaus Center durch die Nachbarschaft rund um den Dizengoff-Platz, der wie der Rothschild-Boulevard besonders viele Bauhaus-Häuser vorzuweisen hat.

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