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Festivalauftakt am RathausplatzViel Frauenpower bei der Eröffnung der Wiener Festwochen

Der Eröffnungsevent wird zu 80 Prozent von Künstlerinnen gestaltet. Erwartet werden auch "musikalische Statements zur Lage der Nation".

Frauen geben bei der Eröffnung der 68. Wiener Festwochen den Ton an © ORF
 

Die Wiener Festwochen starten ihr Programm mit hauptsächlich weiblich besetzter Bühne. "Hier ist es einmal umgekehrt", sagte die Regisseurin des Eröffnungsabends am Freitag (10. Mai), Mirjam Unger. Die künstlerischen Darbietungen werden keineswegs nur einem Genre folgen - man warte mit Beiträgen aus verschiedensten Musikrichtungen auf, hieß es bei einer Pressekonferenz zu dem Abend am Dienstag.

"Die Festwocheneröffnung ist ein großes Volksfest bei freiem Eintritt", kündigte Unger an - und dabei wird es voraussichtlich auch nicht an politischen Statements mangeln. Im Vorfeld wurde bereits angekündigt, dass die Musikerinnen "musikalische Statements zur Lage der Nation" einbringen werden. Eine politische Note wird wohl eine Darbietung von Jelena Poprzan mit sich bringen, die Georg Kreislers Wienerlied "Meine Freiheit, Deine Freiheit" performen wird.

Ebenso wienerisch wird der Auftritt von Birgit Denk mit "Cremeschnitten". In die Welt der Chansons werden am Freitag Katharina Straßer und Boris Fiala eintauchen, indem sie gemeinsam "Aber der Novak lässt mich nicht verkommen" von Hugo Wiener zur Aufführung bringen.

Direkt aus Ottakring wird am Freitag türkisch-wienerischer Rap vom Duo EsRap mit dem Titel "Da Tschusch is da" geboten. Hip-Hop-Legende Skero wird etwa mit "Stur" auftreten. Den Weg abseits der deutschen Sprache geht Soap&Skin mit "Me and the Devil" und Clara Luzia mit "Morning Light". Das Finale des Abends wird mit politischer Note zu Ende gehen: Das italienische Partisanenlied zum Widerstand gegen den Faschismus "Bella Ciao" wird gesungen.

281 Vorstellungen an 27 Spielorten

Kulturstadträtin Veronika Kaup-Hasler (SPÖ) zeigte sich erfreut über den "aufmunternden, politischen Anklang" und dem "starken Statement von Frauen" bei der Eröffnungsfeier. Der neue Intendant Christophe Slagmuylder sieht das Event als Teil der Dramaturgie der Festwochen selbst: "Am Rathausplatz wird gezeigt, was diese Stadt ist." Dass er die Eröffnung künftig selbst gestalten wird, glaube er aber nicht, sagte er gegenüber der APA.

Die Festwocheneröffnung beginnt um 21.20 Uhr, der Eintritt ist frei. Das Bühnengeschehen kann live auf ORF 2 und 3sat mitverfolgt werden. Die Wiener Festwochen bieten 45 Produktionen (darunter 10 Uraufführungen) von 430 Künstlern aus 19 Ländern. An 27 Spielorten in elf Bezirken gibt es 281 Vorstellungen, für die 45.000 Karten aufgelegt sind. Das Eröffnungswochenende wird mit Produktionen in der Donaustadt den Auftakt machen.

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