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Mit 94 JahrenDer steirische Künstler Adolf Osterider ist tot

Der Maler und Doyen der heimischen Kunstszene starb im 95. Lebensjahr.

Der Maler Adolf A. Osterider auf einer Aufnahme des Jahres 2008. © Christian Jungwirth/BIG SHOT Foto+Film GmbH, Graz
 

Das Leben als Komödie, in der Kunst eine, vielleicht die Hauptrolle spielt. Mit dieser Philosophie hielt sich Adolf Anton Osterider, AAO vulgo AO, frisch. "Commedia dell'arte" hieß ein 2014 erschienenes Buch über den Grazer Künstler, der bis ins hohe Alter mit körperlicher Vitalität und geistiger Wendigkeit verblüffte. Zentrum dieses Buches und einer gleichnamigen Schau im Steiermarkhof zu seinem 90er waren Bilder, die Osterider durch die Jahre hindurch zum Thema schuf. Bilder, die der in Graz und Wien bei so wichtigen Lehrern wie Hans Adametz, Rudolf Szyszkowitz, Sergius Pauser und Herbert Boeckl Ausgebildete in seiner unverkennbaren Handschrift formulierte: kraftvolle Figuren in kraftvollen Farben.

Seit 1947 war Osterider in Ausstellungen auf der ganzen Welt vertreten, seine Kunstwerke befinden sich zudem in renommierten Sammlungen, unter anderem in der Österreichischen Staatsgalerie Belvedere, der Graphischen Sammlung Albertina, der Neuen Galerie am Universalmuseum Joanneum sowie in- und ausländischen Sammlungen.

Malerei ist für mich ein ewiges Glücksgefühl

Adolf A. Osterider

Osteriders Werk umfasst Sgraffito, Freskomalerei, Emailmalerei, Beton- und Bleiglasfenster im öffentlichen Raum, immer wieder sakrale Kunst. Er war also in vielerlei Techniken erprobt, nannte aber das Aquarell seine "Königsdisziplin". Die schnelle, spontane Arbeit mit Wasser und Farbe auf ausgesuchten Papieren brachte das koloristische Talent AAOs zur ganzen Entfaltung.

Seiner Geburtsstadt Graz blieb Osterider, der 1988 den „Würdigungspreis des Landes Steiermark für bildende Kunst“ und 2008 das „Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse“ erhielt, ein Leben lang treu. In der Murmetropole war der vielseitige und produktive Künstler auch als Pädagoge eine Art Institution. Drei Jahrzehnte lehrte er an der Ortweinschule, hatte aber auch Lehraufträge an der Pädagogischen Akademie, der Salzburger Sommerakademie und anderswo.

Adolf A. Osterider bildete mit seiner Frau Heide und den Söhnen Martin und Stefan auch eine leidenschaftliche Künstlerfamilie. Wie nun bekannt wurde, starb der Grazer Maler und Doyen der steirischen Kunstszene im 95. Lebensjahr.

Osterider 2014 in seiner Ausstellung "Commedia dell'arte" im Grazer Steiermarkhof Foto © Gery Wolf

 

 

 

 

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