Er zählte neben John Williams ("Starwars"), Bernard Herrmann ("Psycho") und James Horner ("Titanic") zu den erfolgreichsten Komponisten Hollywoods: Jerry Goldsmith (1929-2004), der in seiner fünf Jahrzehnte umspannenden Karriere einen Oscar und fünf Emmys gewann.
Goldschmith. Goldsmith war Schüler des berühmten Pianisten Jacob Gimpel sowie des Filmkomponisten Mario Castelnuovo-Tedesco. Nachdem er den Hitchcock-Thriller "Ich kämpfe um Dich" (1945) gesehen hatte, beschloss er in die Fußstapfen seines Lehrers zu treten. Er sollte der vielseitigste Hollywood-Komponist werden – wie Wolfgang Amadeus Mozart in seinen unterschiedlichsten Opern traf er in den über 100 Filmen, für die er die Musik komponierte, für jede dramatische Situation den richtigen Ton.
Der Richtige Ton. Man erlebt knisternde Erotik ("Basic Instinct"), breite, epische Musik (wie bei der "Startrek Saga"), kindlich verspielte Klänge (wie bei den liebenswerten Monstern, den "Gremlins") oder martialisch, heldenhaften Sound (wie bei "Airforce One")
Vielfalt. "Um diese geniale, kompositorische Vielfältigkeit zeigen zu können, haben wir uns diesmal entschlossen seinem Oeuvre ausschließlich einen Abend zu widmen!", erklärt der künstlerische Leiter des Musikvereins, Ernest Hoetzl. Da sein musikalisches Schaffen für die Leinwand riesig ist, kann naturgemäß nur ein kleiner Ausschnitt aufgeführt werden. So gibt es neben den eben genannten Soundtracks u. a. noch Musik aus "Alien", "Das Omen", "Der Feind in meinem Bett".
Hollywood Classics. Das Kärntner Sinfonieorchester wird bei der Erfolgsreihe "Hollywood Classics", das heuer die sechste Runde geht, von Emin Güven Yaslicam, dem Chefdirigent des Sinfonieorchesters aus Lecce (Apulien) geleitet. Die Moderation besorgt wieder Wolfgang Schreiner, die multimediale Einrichtung Johannes Lebitsch.
Der Mozart Hollywoods gibt heuer den Ton an
Musikverein Kärnten lädt zur sechsten Auflage der Erfolgsreihe "Hollywood Classics" in Klagenfurt.