Wenn Hilde Dalik über Graz und die Diagonale spricht, dann klingt das nicht nach Pflichttermin, sondern nach Heimkommen auf Zeit. Die Wiener Schauspielerin, die heuer mit dem Großen Diagonale-Schauspielpreis geehrt wird, verbindet mit dem Festival nicht nur Premieren, Gespräche und lange Kinoabende, sondern auch ein sehr österreichisches Gefühl von Nähe: Man trifft Filmliebhaber, redet miteinander, bespricht neue Projekte, sieht Filme, die man sonst vielleicht versäumt hätte. Für Dalik ist die Diagonale ein Ort, an dem sich der heimische Film nicht elitär präsentiert, sondern lebendig, offen und familiär.