Es gab einst eine Sendung namens „Was bin ich? Das heitere Beruferaten“, ein Team versuchte den Beruf des Gastes mittels Fragen zu erraten. Bei Rupert Murdoch wären wir mit wenigen Fragen am Ziel: „Sind Sie ein erzkonservativer Medienzar?“, „Leiten Sie ein weltumspannendes Medienunternehmen?“, „Ist der Begriff ‚Kampfpatriarch‘ für Ihre Person zutreffend?“, „Waren Sie kurz mit Jerry Hall verheiratet?“ Das Leben von Rupert Murdoch ist filmreif: Mit knapp über 20 übernahm der Australier in seiner Heimatstadt Adelaide das elterliche Medienunternehmen, das war der Grundstein für einen globalen Medienkonzern, zu dem heute unter anderem die „Sun“, aber auch das „Wall Street Journal“, „The Times“ und der erzkonservative Fernsehsender Fox News gehören. Letzterer folgt einer Botschaft: Murdoch macht Meinung. Auf seiner Medienorgel spielte er die Begleitmusik zum Brexit ebenso, wie auch zum Trump’schen Narrativ vom gestohlenen Wahlsieg.
Porträt
Rupert Murdoch oder die höchste Liga in Sachen Machtkampf
Medienzar Rupert Murdoch hat im Erbstreit schlechte Karten.
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