Zugegeben, neben dem Theaterdonner ist es die einfachste Art, auch die hartnäckigsten Schläfer im Publikum wach zu kriegen – mit einem Paukenschlag. Sehr effektvoll, solange es Teil der Inszenierung ist. Doch bei den Salzburger Festspielen hat es zuletzt auch abseits der Bühne ordentlich gerummst: Am Donnerstag hat man die Trennung von Schauspielchefin Marina Davydova bekanntgegeben. Der Vorwurf: Ihr Engagement beim Berliner „Voices. Performing Arts Festival“, in Salzburg ortet man eine konkurrenzierende Nebentätigkeit. Am Dienstag der nächste Rumms und das, wohl kein Zufall, am Tag der Programmpräsentation für 2025: Davydova kündigte an, die Vertragsauflösung bekämpfen zu wollen. „Ich bin überzeugt, dass meine Entlassung rechtswidrig ist“, betont die 58-Jährige gegenüber der Austria Presse Agentur. Nach eigener Aussage agierte sie unentgeltlich als eines von zwei Mitgliedern des künstlerischen Komitees.