Auch für den harschen Ton, den man von ihm gewohnt ist, war der Ausdruck ganz schön heftig: Donald Trump hat George Clooney öffentlich „Ratte“ genannt. Gut, der Präsidentschaftskandidat der Republikaner hat reichlich Anlass zur Nervosität: Seit Monaten hatten Trumps Parteistrategen und Spindoktoren ihren Wahlkampf auf Joe Biden maßgeschneidert; hatten den US-Präsidenten zum senilen Trottel modelliert, der geistesabwesend, inkompetent und tattrig durch das Weiße Haus und die Weltpolitik taupert und nicht mehr in der Lage ist, die USA zu führen. Motto: Im Vergleich mit dem 78-jährigen Trump sieht der 81-jährige Biden immer alt aus. Nun ist es, dank Kamala Harris als demokratischer Präsidentschaftskandidatin, Trump selbst, der angejahrt und überholt wirkt. Insofern ist sein Zorn sogar verständlich: Clooneys offener Brief in der „New York Times“, seine an Biden gerichtete Aufforderung zum Rücktritt von der Kandidatur dürfte kräftig daran mitgewirkt haben, dass Trump vor einer Woche unverhofft der erwartete leichte Gegner abhanden kam.
„Celebrity Endorsements“
Diese Stars bringen sich bei der US-Wahl in Stellung
Die Größen der Entertainmentbranche schlagen sich auf Kamala Harris‘ Seite. Was bringen die „Endorsements“? Und warum lassen sich einflussreiche Superstars wie Beyonce und Taylor Swift damit Zeit?
© IMAGO / Paul Kitagaki Jr.