KampagneTourismus und Gastronomie: Jetzt wird das Image aufpoliert

Gegen den Arbeitskräftemangel: Die Sparte Tourismus der Wirtschaftskammer Steiermark startet eine Imagekampagne für Jobs im Hotel- und Gastgewerbe: Mit der Initiative „Job mit Aussicht“ soll das Bild von Koch, Kellner und Co. ins richtige Licht gerückt werden.

Jobs mit Aussicht: neue Imagekampagne der WKO © (c) VIGE.co - stock.adobe.com
 

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Ende Mai hatten die Gastro- und Tourismusbetriebe 1257 offene Stellen gemeldet. Die Suche nach qualifiziertes Personal ist zum chronischen Problem geworden. Warum? Weil Berufe im Hotel- und Gastgewerbe wie Koch, Restaurantfachmann, oder Hotel- und Gastgewerbeassistent leider noch immer mit Vorurteilen behaftet sind. Das soll sich nun ändern: „Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, das Image der Berufe im steirischen Hotel- und Gastgewerbe zu stärken, um die positiven Seiten dieser Berufe stärker im öffentlichen Bewusstsein zu verankern“, sind sich die WKO Obleute Johann Spreitzhofer, Fachgruppe Hotellerie, Franz Perhab, Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft und Klaus Friedl, Fachgruppe Gastronomie, einig.

Rund 5053 Arbeitgeberbetriebe mit mehr als 42.582 Beschäftigten gibt es in der Branche in der Steiermark - die Wirtschaftskammer Steiermark setzt sich nun mit der Initiative „Job mit Aussicht“ für eine bessere Stellung der Berufe im Hotel- und Gastgewerbe in der Öffentlichkeit ein. „Um unser Bemühen gut sichtbar zu machen, haben wir Anfang Juni eine steiermarkweite Plakatkampagne gestartet, die wir in Kürze mit einem Facebook-Gewinnspiel rund um die Kampagne ergänzen werden“, berichten die Obleute.

Flexible Arbeitezeiten

Für viele sind vor allem die Arbeitszeiten im Hotel- und Gastgewerbe ein Hindernis. „Die Arbeitszeiten sind aber wesentlich flexibler als in anderen Berufen. Man kann sich seine Zeit besser einteilen und wenn andere arbeiten, hat man Zeit, um zum Beispiel in Ruhe einkaufen zu gehen. Oft ist es eine Frage der Perspektive, wie man auf die Dinge schaut“, erklärt Perhab.

Mehr Infos unter www.jobmitaussicht.at und www.facebook.com/JobMitAussicht/

Für ein positives Image in Hotellerie und Gastronomie: Klaus Friedl (Obmann der Fachgruppe Gastronomie), Franz Perhab und Johann Spreitzhofer Foto © (c) Jorj Konstantinov/©Sparte Tourismus WK Stmk/GEOPHO

Kommentare (1)

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Butterkeks
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"Die Arbeitszeiten sind aber wesentlich flexibler als in anderen Berufen. Man kann sich seine Zeit besser einteilen" eine wirklich tolle Umschreibung für den geteilten Dienst der in der Gastro üblich ist. Gerade in der Hochsaison geht in der Gastro keiner mit weniger als 200 Stunden im Monat nach Hause, viele werden da noch deutlich drüber liegen. So viel zum Thema Vorurteilen und flexibler Arbeitszeit...

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