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KONJUNKTURBREMSEWas Österreichs Betriebe brauchen

Fast neun von zehn Unternehmen bekommen nicht jene Fachkräfte, die sie benötigen. Der Mangel bremst das Wachstum und bleibt eine der größten Herausforderungen in den kommenden Jahren. Ein Überblick in Zahlen.

© KK
 

34%

aller offenen Lehrstellen entfielen im Jahresdurchschnitt 2017 auf vier Gastro-Berufe, ergab eine Schwerpunktbetrachtung des Arbeitsmarktservice: Restaurantfachkraft, Koch, Gastgewerbeassistenz und Gastronomiefachkraft. Gleichzeitig interessieren sich dafür gerade einmal sieben Prozent aller Lehrstellensuchenden.

500.000

Fachkräfte drohen bis zum Jahr 2030 aus Sicht der Wirtschaft zu fehlen. Aktuell klafft in Österreich eine Lücke von 162.000 fehlenden Fachkräften, ergab eine Erhebung der Wirtschaftskammer. 87 Prozent der Betriebe sind davon betroffen. Als Gegenmittel ist unter anderem die Regionalisierung der Mangelberufsliste geplant. Diese Liste legt fest, für welche Jobs Unternehmen Arbeitskräfte aus Nicht-EU-Staaten nach Österreich holen dürfen. Als weitere Maßnahme soll der Zugang zur Rot-Weiß-Rot-Card vereinfacht werden.

45%

So hoch war der Anteil der 15-Jährigen, die eine Lehre begannen, in den 1980er-Jahren. Derzeit sind es weniger als 40 Prozent – 2016 38,2 und 2017 39,3 Prozent. 2018 entschieden sich 2,9 Prozent mehr Jugendliche für einen Lehrberuf, in absoluten Zahlen: 108.000.

8183

Lehrstellensuchende standen laut Arbeitsmarktservice im Juli 2018 5105 offenen Lehrstellen gegenüber. Bei einigen Berufen gab es deutlich
mehr gemeldete offene Stellen als Interessenten. So bewarben sich für den Beruf Koch 267 Bewerber, gesucht wurden aber 562. Umgekehrt sieht es bei den Kfz-Mechanikern aus – 628 suchten eine Lehrstelle, doch waren nur 113 offene Stellen gemeldet. 

29.000

Betriebe in Österreich bilden Lehrlinge aus – auch diese Zahl ist seit Jahren rückläufig. In den letzten zehn Jahren sind 10.000 Ausbildungsbetriebe verloren gegangen, einerseits aus Resignation, da die Firmen keine Lehrlinge finden, andererseits aber auch, weil Betriebe nicht investieren wollen. 

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