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Forschung aus Kärnten - FHWas macht Exporteure erfolgreich?

Die FH Kärnten präsentiert die Ergebnisse der Alpen-Adria-Exportstudie. 436 Unternehmen haben sich daran beteiligt.

Im Jahr 2018 betrugen die gesamten Exporte der Kärntner Wirtschaft 8,108 Milliarden Euro
Im Jahr 2018 betrugen die gesamten Exporte der Kärntner Wirtschaft 8,108 Milliarden Euro © FrankBoston - stock.adobe.com
 

Sieben von zehn Euro erwirtschaften die Kärntner Betriebe bereits im Ausland. Die Exportquote des Landes hat in den letzten Jahren stetig zugenommen, besonders das Wachstum in China fällt zunehmend stärker aus. Wie machen das die Kärntner Unternehmen?

Dieser Frage geht eine aktuelle Studie der FH Kärnten nach: Sie macht sich auf die Spuren der Erfolgsfaktoren im internationalen Geschäft. „Ziel ist es, besser zu verstehen, was Internationalisierungsschritte erfolgreich macht. Daraus können wir dann Empfehlungen abgeben, die anderen Unternehmen bei ihren zukünftigen Auslandsgeschäften helfen können, und Vorschläge für die Verbesserung von Förder- und Unterstützungsmaßnahmen ableiten“, sagt Projektleiterin Melanie Krenn. Die Wirtschaftswissenschaftlerin befindet sich gerade mitten in der Auswertung der Fragebögen, die ihr 436 international tätige Unternehmen aus Kärnten und Slowenien retourniert haben.

Herausforderungen im Exportgeschäft

Personalthemen stehen dabei an oberster Stelle, wenn die befragten Firmen über die Herausforderungen des Exportgeschäfts berichten. „50 Prozent der teilnehmenden Unternehmen klagen über die Schwierigkeit, die geeigneten Mitarbeiter sowohl im Inland als auch im Ausland zu finden. Da immer stärker auch Dienstleistungen exportiert werden, bringt das für die Unternehmen enorme Unsicherheit mit sich“, sagt Krenn. Erfolgreich im Export seien daher besonders jene Unternehmen, die mit geeigneter Belegschaft sprachliche und kulturelle Barrieren überwinden und so Vertrauen zur Kundschaft im Exportmarkt aufbauen können.

Auffällig in diesem Zusammenhang findet Krenn, dass sich slowenische Betriebe offenbar leichter tun im Zurechtfinden am internationalen Parkett: „Slowenien als kleinere Volkswirtschaft scheint mit den Herausforderungen besser zurechtzukommen. Aus den uns vorliegenden Zahlen ist ersichtlich, dass Kärntner Betriebe die kulturellen Unterschiede stärker wahrnehmen.

Dass es sich auszahlt, diese Unterschiede zu überbrücken, ist unbestritten. Die Förderung des Exports und des internationalen Geschäfts sei nicht nur auch gesamtwirtschaftlich bedeutsam, so Krenn. „Das internationale Geschäft bietet viele Vorteile für Unternehmen: Wachstum, Gewinne, ein positives Image als erfolgreiches Unternehmen in einem internationalen Umfeld, die geringere Abhängigkeit von einem einzelnen Markt und die Weiterentwicklung des Produkt- und Leistungsangebots.“

Präsentation der Studienergebnisse

Die detaillierten Ergebnisse der Studie werden am 26. Februar ab 9 Uhr am FH-Campus Villach im Foyer präsentiert.

Zur Studie

Die Alpen-Adria-Exportstudie ist Teil der Export-Offensive des Landes Kärnten und der Wirtschaftskammer. Nach Kärnten und Slowenien sollen auch noch Unternehmen in Italien zu Wort kommen.

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