Viele Computerprogramme sind unbrauchbar, weil Anwender und Software-Leute im Vorfeld nicht klären konnten, was das Programm genau leisten muss. Hier kann die Computerlinguistik helfen, indem sie – mit der Informatik – "Dolmetscher" für beide Seiten entwickelt. Dazu müssen umgangssprachliche Texte im Computer inhaltlich verarbeitet werden.

Experten. Je besser Kunden ihre Vorstellungen mit den Experten abgleichen, desto besser wird das Produkt. Doch das ist oft schwierig, weil sich Fachsprache und Denkwelt der Beteiligten sehr unterscheiden können. Im Idealfall müssen also die Anwender die Vorschläge der Experten verstehen und beurteilen können.

"Künstlicher Dolmetscher". Daran arbeiten acht Forschende an der Uni Klagenfurt im Projekt "niba" (Natürlichsprachliche Informationsanalyse). Sie untersuchen, wie Computer natürliche Sprache "verstehen", und haben mit Studierenden einen "künstlichen Dolmetscher" entwickelt. Dieser übersetzt, was Anwender wollen, und bildet daraus Modelle. Dazu werden Wörter linguistisch klassifiziert, zu Wortgruppen gebündelt, Sätze analysiert und markiert. Das Ergebnis wird als "Klagenfurt Conceptual Predesign Model", kurz "kcpm" abgebildet und kann so von Laien überprüft werden.

"niba"-Projekt. Heinrich C. Mayr, jetziger Rektor, hat das "niba"-Projekt, aus dem über 20 Diplomarbeiten und 40 Publikationen entstanden sind, in den 90er-Jahren initiiert. Kooperationen mit Teams in Deutschland, Schweden, Australien und USA zeigen die globale Dimension dieses Ansatzes.

Computerhilfe. Jetzt will man mit Computerhilfe aus "kcpm"-Spezifikationen fertige Programme erzeugen: Vielleicht muss man eines Tages nicht mal mehr programmieren?