AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Top-Managerin VIG-Chefin Elisabeth Stadler: "Ich wollte immer etwas mit Zahlen machen"

Elisabeth Stadler, Vorstandsvorsitzende der Vienna Insurance Group verrät, worauf sie bei Bewerbern achtet und wer ihre größte Stütze ist.

Weiterlesen mit unserem Digitalabo

Gratis testen

    Sie erhalten Zugriff auf:

  • Alle Kleine Zeitung Plus Artikel
  • Tägliches E-Paper
  • Smartphone App
© VIG/Philip Lipiarski
 

Wann gehen Sie auf Nummer sicher?
Wenn es um Finanzen und Vorsorge geht, bin ich sicherheitsorientiert. Deshalb fühle ich mich in der Versicherungswelt gut aufgehoben und habe mein bisheriges berufliches Leben dieser Branche gewidmet.

Von welchem Beruf haben Sie als Kind geträumt?
Ich wollte immer etwas mit Zahlen machen. Ich habe zur Verwunderung meiner Mitschüler freiwillig die Mathematikolympiade besucht.

Was haben die Lehrer über Sie gesagt?
Ich habe versucht, eine unauffällige Schülerin zu sein und nach dem ökonomischen Prinzip gute Erfolge zu erzielen.

Wer hat Sie am meisten gefördert?
Ich hatte das Glück, an allen meinen beruflichen Stationen Unterstützer gehabt zu haben. Als Mentor und größte Stütze betrachte ich meinen Ehemann. Er hat mich immer ermutigt, berufliche Veränderungen wahrzunehmen. Für erfolgreiche Karriereschritte benötigt man in einer Beziehung auch die Akzeptanz des Partners.

Zur Person

Elisabeth Stadler ist Vorstandsvorsitzende der Vienna Insurance Group.
Werdegang: Sie studierte ´Versicherungsmathematik an der TU Wien. Ab September 2014 war sie Generaldirektorin der Donau Versicherung.
Seit Jänner 2016 steht sie an der Spitze der Vienna Insurance Group (VIG).
Aufsichtsratsfunktionen bei OMV, Voestalpine.

Wo haben Sie das Führen gelernt?
Man nimmt von jeder Aufgabe etwas mit, entwickelt sich weiter. Aber wenn ich an meine Jugend denke, war ich schon immer diejenige, die alles organisiert hat: Wo gehen wir abends hin? Wie sieht der Urlaub aus? Das hat sich im Job fortgesetzt.

Auf wessen Rat hören Sie?
Ich bin ein Mensch, der gerne Ratschläge einholt. Es ist in einer so exponierten Funktion wie meiner wichtig, ein Team um sich zu haben, dem man vertrauen kann.

Was zeichnet einen guten Chef aus?
Für mich zählen die fachliche sowie soziale Kompetenz, Management Skills, Leadership, strukturiertes und strategisches Denken zu den nötigen Eigenschaften einer Führungspersönlichkeit. Diese Eigenschaften sehe ich geschlechtsunabhängig. Ich hole gerne Meinungen ein und diskutiere sie, aber wenn ich eine Entscheidung getroffen habe, erwarte ich, dass sie von allen mitgetragen wird.
Was schätzen Sie an Mitarbeitern?
Selbstständiges Arbeiten, Engagement. Ich erwarte, dass meine Mitarbeiter aktiv mit Vorschlägen und Lösungen auf mich zugehen und nicht darauf warten, von mir Aufträge zu erhalten. Verlässlichkeit und Vertrauen sind Kriterien, die ich schätze und die in meiner Funktion und in der Zusammenarbeit wichtig sind.

Wie bewältigen Sie Stress?
Am besten zu Hause in Langenlois auf meiner Terrasse bei einem Gläschen Wein oder beim Golfspielen.

Worauf achten Sie bei einer Bewerbung?
Inwiefern der Bewerber persönlich zum Erfolg des Unternehmens beitragen kann und ob er bereit ist, die Unternehmensziele mit Einsatz und Freude zu unterstützen. Auch Persönlichkeit und soziale Kompetenz sind wichtige Kriterien.

Sind Sie für die Frauenquote in Chefetagen?
Ich bin kein Fan von Quotenregelungen. Eine Frau will wegen ihrer Kompetenz einen Job bekommen und nicht wegen ihres Geschlechts. Ich verurteile allerdings derartige Maßnahmen nicht, denn offenbar sind sie zum Teil notwendig, da sich auf dem üblichen Weg zu viele Hürden und zu wenige Chancen für Frauen ergeben.

Was ist Ihr Beitrag zur Nachhaltigkeit?
Eine Solar- und Photovoltaikanlage auf unserem Einfamilienhaus. Die wird sich wirtschaftlich in meinem Leben nie rechnen, aber ich sehe es als Beitrag zur Nachhaltigkeit.

Worauf kommt es an im Leben?
Mein Lebensmotto lautet, jeden Tag als neue Chance zu sehen. Wichtig ist, positiv zu denken, die kleinen Dinge des Lebens zu schätzen, geerdet zu sein und es auch zu bleiben.


Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren