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Geschichte

Alpen-Adria-Gymnasium begeht 50-Jahr-Jubiläum in der Neuen Burg

Seit 50 Jahren gibt es ein Gymnasium im Bezirk Völkermarkt. Seit den Anfängen hat sich viel verändert. Am Mittwoch wird um 19 Uhr in der Neuen Burg gefeiert. Jede Klasse hat dafür einen Beitrag vorbereitet.

660 Schüler besuchen das Gymnasium in Völkermarkt
660 Schüler besuchen das Gymnasium in Völkermarkt © Markus Traussnig
 

In einer Schule dreht sich normalerweise alles um die Zukunft. Schüler lernen für den morgigen Test, die Schularbeit in einer Woche, das Jahreszeugnis und schließlich für die Abschlussprüfung. Anlässlich eines 50-Jahr-Jubiläums kann man aber auch einmal in die Vergangenheit schauen, erlebtes Revue passieren lassen und feiern. Mittwochabend um 19 Uhr findet daher in der Neuen Burg in Völkermarkt die 50-Jahr-Feier statt.

Für die heutige Jubiläumsfeier um 19 Uhr in der Neuen Burg hat sich jede Klasse einen Beitrag ausgedacht. Am Bild die 1D mit „Schule gestern und morgen“
Für die heutige Jubiläumsfeier um 19 Uhr in der Neuen Burg hat sich jede Klasse einen Beitrag ausgedacht. Am Bild die 1D mit „Schule gestern und morgen“ Foto © Julia Slamanig

Eine der beiden ersten Schulklassen im Schuljahr 1965/66
Eine der beiden ersten Schulklassen im Schuljahr 1965/66 Foto © Schulchronik

Etwa 660 Schüler besuchen das Gymnasium, die Höchstzahl erreichte man in den 1980er Jahren mit mehr als 1000 Schülern. Im Gymnasium unterrichten 65 Lehrer, 20 davon sind selbst Absolventen. Mit 100 Schülern wurde das Gymnasium 1965 als Expositur gegründet. „Damals war es noch keine Selbstverständlichkeit, dass eine Bezirksstadt ein Gymnasium hatte. Das verdanken wir engagierten Bürgern“, sagt Theresa Volpe-Pühringer, die Herbert Pewal als provisorische Schulleiterin folgen wird und seit 1978 an der Schule unterrichtet. Damals war man noch mit Volks- und Hauptschule in einem Gebäude untergebracht.

Die Unterschrift des damaligen Unterrichtsministers Theodor Piffl-Per(c)evi(´c) besiegelte die Errichtung des Gymnasiums
Die Unterschrift des damaligen Unterrichtsministers Theodor Piffl-Per(c)evi(´c) besiegelte die Errichtung des Gymnasiums Foto © Schulchronik

Acht Jahre später durften die Schüler in einen Neubau siedeln. Es stellte sich jedoch heraus, dass beim Bau gepfuscht wurde: „Das Dach war an mehr als 30 Stellen durchlässig. Bei Regen mussten wir die Gurkenkübel vom Buffet unter die undichten Stellen geben.“ Eine Sanierung folgte.

Alpen-Adria-Gedanke

2003 erhielt das Gymnasium den Namen Alpen-Adria-Gymnasium. „Ein Schwerpunkt, der durch enge Kontakte mit den Partnerschulen gelebt wird und wir durch weitere Projekte noch vertiefen möchten“, sagt Volpe-Pühringer. Eine Zusammenarbeit, die früher noch undenkbar war, wie ein Beispiel aus der Schulgeschichte zeigt: Bei einem Wandertag auf der Petzen kamen zwei Lehrer unabsichtlich auf die damals noch jugoslawische Seite, was damit endete, dass sie und die Schüler von bewaffneten Grenzern abgeführt und inhaftiert wurden.

Stark verändert hat sich aber auch die Art des Unterrichtens: „Heute müssen die Lehrer viel mehr anbieten, damit die Schüler mitmachen und konzentriert bleiben. Durch die Neuen Medien hat sich vieles geändert. Früher hat der Lehrer angesagt, heute fordern die Schüler ein“, sagt Volpe-Pühringer.

Der erste Informatiksaal in den 1980er Jahren im Gymnasium
Der erste Informatiksaal in den 1980er Jahren im Gymnasium Foto © Schulchronik

 

Chronik

1965. Gründung des Gymnasiums als Expositur des Klagenfurter Gymnasiums Lerchenfeldstraße. Es gab zwei Klassen mit je 50 Schüler. Damals war die Schule noch in der Volks- und Hauptschule untergebracht.
1969. Ernennung Erich Zdenek als ersten Schulleiter.
1973. Bezug der neuen Schule.
1974. Herbert Janach wird Direktor. Unter seiner Führung wird der Elternverein und der Absolventenverein gegründet.
1991. Hermann Wedenig folgt als provisorischer Schulleiter nach.
1992. Elisabeth Cencig löst ihm als erste Frau ab.
1994. Peter Haderlapp zieht ins Büro des Direktors. Erst unter seiner Leitung wurde die Fünf-Tage-Woche eingeführt.
2003. Die Schule erhält den Namen „Alpen-Adria-Gymnasium“.
2009. Herbert Pewal wird Schulleiter und führt die Ganztagsschule in verschränkter Form ein. Als provisorische Leiterin folgt Theresa Volpe-Pühringer.

Absolventen haben sich einen Namen gemacht

Wissenschafter, Sportler, Künstler – die Schüler wählten die verschiedensten Berufe. Zu den bekanntesten Absolventen des Alpen-Adria-Gymnasiums in Völkermarkt zählt Sabine Ladstätter, heute Direktorin des Österreichischen Archäologischen Instituts in Wien. Sie wurde 2011 zur Wissenschaftlerin des Jahres gekürt. Bruno Besser ist führender Wissenschafter am Institut für Weltraumforschung und Marcos Bavdaz leitet die European Space Agency.

Die bekannten Sportler Stephanie Graf, Gilbert Prilassnig, Rainer Schönfelder und Sabine Egger drückten die Schulbank im Gymnasium. Auch im Bereich Kunst könnte man etliche Beispiele nennen, wie die Sängerinnen Ina Trabesinger und Johanna Kräuter, Autor und Theaterregisseur Bernd Liepold-Mosser oder der zweifache Nestroy-Preisträger Martin Kusej. 

Sabine Ladstätter bei einem Besuch in ihrer alten Schule
Sabine Ladstätter bei einem Besuch in ihrer alten Schule Foto © KK/Privat

 

VON DANIELA GRÖSSING

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