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GlobasnitzHemmaberg bleibt weiterhin wichtiges Ziel von Archäologen

Ab Herbst wird in Jaunstein die zweite Hälfte einer Kirche aus dem 9. Jahrhundert freigelegt. Sanierung der Rosaliengrotte startet. Der Zugang soll noch heuer freigegeben werden.

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Reste der östlichen Doppelkirche auf dem Hemmaberg © KK/Neumüller
 

Ab dem kommenden Oktober ist die Gegend rund um den Hemmaberg in der Gemeinde Globasnitz wieder fest in der Hand von Archäologen. In Jaunstein werden Forscher unter der Leitung von Helmut Schwaiger vom Österreichischen Archäologischen Institut die Apsis und die zweite Hälfte einer Kirche aus dem 9. Jahrhundert freilegen.
„Im Vorjahr wurde die erste Hälfte dieser Kirche, deren Entstehung ja weit nach der Römerzeit liegt, erforscht. Heuer widmen wir uns dem Rest“, sagt der Archäologe Franz Glaser, der den Hemmaberg und die Fundstätten im Tal wie seine Westentasche kennt. Auch Gräber wurden hier entdeckt.

Neue Broschüre

„Christliche Kultstätten der Römerzeit“ ist der Titel der aktuellen Broschüre der Diözese Gurk, die zu interessanten Ausgrabungen im Alpen-Adria-Raum führt. Der Hemmaberg und Globasnitz bilden darin ein zentrales Thema. Entstanden ist das Heft, dessen redaktionelle Verantwortung beim Leiter der Pressestelle, Matthias Kapeller liegt, unter der fachlichen Beratung des Archäologen Franz Glaser.
Sowohl die östliche als auch die westliche Doppelkirche auf dem Hemmaberg werden detailgenau beschrieben. Ein weiterer Beitrag widmet sich der Kirche aus dem 4. Jahrhundert, die inmitten eines Friedhofes errichtet wurde. Auch das archäologische Museum in Globasnitz findet Erwähnung.
Erhältlich ist die kostenlose Broschüre beim Behelfsdienst der Diözese Gurk (behelfsdienst@kath-kirche-kaernten.at; Versandkosten), in den Pfarren, bei den Raiffeisenbanken und bei der Wiener Städtischen Versicherung.


Die Gründung dieser Kirche datiert in die Karolingerzeit. Kaiser Karl der Große hatte im Jahr 811 die Missionsgrenze zwischen Salzburg und Aquileia im heutigen Südkärnten gezogen. „Diese Grenze bildete die Drau“, erklärt Glaser. Der Hemmaberg selbst war zu dieser Zeit nicht mehr besiedelt. Die Handelsroute hatte schon um 600 an Bedeutung verloren. „Die frühchristlichen Kirchen auf dem Berg waren bereits dem Verfall preisgegeben. Auch Brandspuren wurden gefunden“, führt Glaser aus.

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